Die Ciff Kids konnte im Sommer mit mehr Besuchern und über 230 Marken erneut einen inspirierenden Überblick über die Mode aus Skandinavien bieten. Sollte sich der Versuch durchsetzen, auch Interior-Aussteller für das Kindersegment zu gewinnen, wäre die Messe um ein interessantes Segment reicher.

Bei herrlichem Sonnenschein verschaffte die täglich im Park vor dem Forum Copenhagen ausgerichtete Trend-Show Abwechslung vom Messegeschäft.
Bei herrlichem Sonnenschein verschaffte die täglich im Park vor dem Forum Copenhagen ausgerichtete Trend-Show Abwechslung vom Messegeschäft.

Seit Januar findet die Ciff Kids nicht mehr im Bella Center, sondern im Forum Copenhagen statt. Der Umzug in die gerade auch für anreisende Besucher direkt an der S-Bahn verkehrsgünstig gelegene Mehrzweckhalle inmitten von Kopenhagen, bedeutet nicht nur subjektiv einen Zuwachs aufgrund des Charmes des Veranstaltungsortes. So ergab sich für die Sommerausgabe vom 5. bis zum 7. August auch objektiv ein Plus an Besuchern von mehr als 20 %. Die Ciff Kids zeichnet sich dadurch aus, dass die Veranstaltung über die optische Opulenz einer ansprechenden Modemesse verfügt, und sich gleichzeitig die Vorzüge eines geschäftigen Ordertages bewahrt hat. In Deutschland kommt skandinavische Mode schon seit Jahren gut an. Nicht von ungefähr gibt es hier eine ganze Reihe spezialisierter Handelsagenturen wie Cheekylabels, Frau von Norden, Jättefint, Modeagentur Nicole Timm oder Små Søstre.

Auch für Einkäufer ist die Ciff Kids eine Messe für die persönliche Inspiration. So meint Silvia Henneka von Korb Mayer aus Stuttgart: “Kopenhagen ist in jedem Fall einen Besuch wert. Und da skandinavische Mode für uns immer bedeutsamer wird, ist es für uns sehr interessant, die skandinavischen Labels direkt an ihren Ursprüngen auf der Ciff Kids zu treffen.“ Und selbstverständlich reizt die skandinavischen Marken der deutschsprachige Raum seit jeher als großer Absatzmarkt. Vor diesem Hintergrund wäre der Ciff Kids noch mehr Publikum aus Deutschland zu wünschen. Zumal die inneren Werte der Labels häufig stimmen: Von farbenfrohen Designs wie bei Albababy oder Melton bis zu Labels mit einem hohen Modegrad wie Noa Noa, Petit by Sofie Schnoor oder Soft Gallery ist alles vertreten.

Und ökologische Werte sind hierzulande nahezu schon so sehr selbstverständlich, dass zertifizierte Ware nicht nur sehr häufig – wie beim Öko-Baumwollpionier By Green Cotton – anzutreffen ist, sondern teilweise kaum noch explizit hervorgehoben wird. Neben der Mode bemüht sich die Ciff Kids, ein Reihe an Ausstellern aus den Bereichen Interior und Lifestyle zu gewinnen. Die Breite des Angebotes wie die Platzierung im oberen Galerienbereich der Halle halten sicherlich noch Entwicklungspotenzial bereit. Die Neuerung bot schon jetzt einige überraschende Entdeckungen. Sehenswert waren zum Beispiel die Ladenmöbel-Installation von Bo Benzon oder die überdimensionale und aus edlem Vollholz geschreinerte Holzrassel von Tomandshøvl. Und ebenso begeisterte der ausgestellte Prototyp von Blinkenbike, einem Holz-Motorrad mit eigener Kinderwerkbank, das im kommenden Jahr in die Serienfertigung gehen soll. Wer all dies verpasst hat, kann sich auf der im September in Köln stattfindenden „Kind + Jugend“ ersatzweise bei den Ausstellern Done By Deer oder Sebra einmal umschauen.

(mp)


Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Der eben gelesene Beitrag
CIFF KIDS Kopenhagen- Skandinavisches aus erster Hand
erschien in der gedruckten Ausgabe 09 / 2015 von Childhood Business vom 05.09.2015 auf Seite 70

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