Childhood Business: Welche Neuerungen gibt es bei Kindermannequins?

Andreas Gesswein Geschäftsführer des Schaufenster­-puppen-Herstellers GenesisDisplay
Andreas Gesswein
Geschäftsführer des Schaufenster­-puppen-Herstellers GenesisDisplay

Andreas Gesswein: Kinderfiguren folgen meist den Trends, die für erwachsene Mannequins bestehen. Aktuell sind das ovale Köpfe mit abstrakten Gesichtszügen und stoffbezogene Büsten mit Holzarmen und Vintage-Elementen. Kinderfiguren sollten immer eine gewisse Bewegung in der Position haben, da dies dem Bild einer positiven kindlichen Aktivität entspricht. Doch auch das digitale Zeitalter ist bei den Figuren angekommen. So gibt es mittlerweile tatsächlich Figuren in „Selfie“-Pose. Auch Kinder verstehen diese Körperhaltungen, wo doch schon Dreijährige heutzutage die Wischtechnik auf dem Tablet beherrschen.

CB: An welche Betrachter richten sich die Kinderfiguren eigentlich?

AG: Auffällig ist, dass heutige Kinder und Teenager ihr Modebewusstsein sehr viel früher und selbstständiger entwickeln als noch vor einer Generation. Eltern sind längst nicht mehr allein für die Mode- und Accessoire-Einkäufe ihrer Kinder zuständig, was selbst bei kleinen Kindern schon der Fall ist. Auch ist ein sehr frühes Markenbewusstsein festzustellen. Je nach Gesellschaftsschicht wird natürlich trotzdem noch bei den Erwachsenen abgeguckt. Auf diese Weise spiegeln sich Mainstreambewegungen genauso wie Nischentrends aus der Erwachsenenwelt auch in der Kindermode wider. Teilweise gehen sie sogar in Super Hypes über, zum Beispiel, wenn die Kinowelt mit Filmen wie „Harry Potter“ oder „Star Wars“ für Hysterie sorgt.

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