Cover der Ausgabe 04 2016 von Childhood Business
Cover der Ausgabe 04 2016 von Childhood Business

Unsere Briefträgerin tut uns schon ein wenig leid. Tag für Tag erreichen uns die Lookbooks zur neuen Saison. Und die schiere Menge, so manches Mal auch das ungewöhnliche Format, lässt die Frau von der Post fragen, wie wir denn bloß all die Zusendungen bewältigen. Dabei freuen wir uns sehr über die Einblicke, die die Designer und Unternehmen in ihre Kollektionen gewähren. Manche Hersteller fangen auch erst mit dem Ablauf der Orderzeit an, die aus der Musterkollektion tatsächlich in die Produktion gelangenen Teile shooten zu lassen. Das erleichtert es auch für uns, vor allem über jene Looks zu berichten, die vor den Einkäufern Bestand hatten und am häufigsten geordert wurden.

In ihre Lookbooks steckt jedes Label eine gehörige Portion an Ideen, Zeit und Aufwand hinein. Fotografie, Gestaltung, Druck und nicht zuletzt auch der Versand verschlingen ein Teil des Marketingbudgets. Umso bedauerlicher ist es, dass so manche ­Aussendung ihr Ziel verfehlt.

Der Umstand, dass zahlreiche Zuschriften sogar nur noch rein digital erfolgen, macht es nicht jedem Empfänger leicht, mit einer Kollektion zu arbeiten. Zwar lassen sich die digitalen Daten wunderbar ablegen, aber leider ebenso nonchalant vergessen. Kein markierendes Post-it, kein extra gehüteter Stapel zur Erinnerung, kein Eselsohr als Suchhilfe und keine spontane, an den Rand gekritzelte Idee lassen sich anbringen. Das ist bei all der Mühe, die in diesen Leistungsschauen – und damit so manches Mal auch Kunstwerken der Mode – steckt, sehr schade. Und auch die eine oder andere Anforderung vonseiten der Einkäufer und Medienpartner wird zu wenig beachtet. Grund genug, „Lookbooks, die was taugen“ vorzustellen (ab S. 24).

Ganz eigene Bildideen haben wir Ihnen in dieser Ausgabe in unseren beiden Shootings von Petra Fischer (S. 32) und Holger Oloff-Geissler zusammengestellt. Ganz besonders möchte ich Ihnen die Bilder unserer Auswahl an Schuhen, die gerade erst auf der GDS vorgestellt wurden, ans Herz legen: vom Fotografen entführt und in den ersten Sonnenstrahlen eines brandenburgischen Waldes auf mosigen Podesten ins Licht gehoben (S. 15).

Schon jetzt freuen wir uns auf die Sommerausgabe der GDS, die – auf den Wunsch ihrer Fachbesucher hin – die Tagesfolge auf Dienstag bis Donnerstag vorzieht (S. 12).

Viel Lesestoff bietet wir Ihnen auch in unseren Sektionen „Care“, „Business“ und „Toys etc.“ Zu viel, um all die interessanten Beiträge und Interviews hier aufzuführen. Aber wir hoffen, dass Childhood Business bereits zu Ihrer monatlichen Dosis an Branchennews geworden ist.

Interesse an der Ausgabe? Einfach hier bestellen.