In Frankreich ein muss zu jeder Geburt! Auch hierzulande hat sich Sophie la Girafe, ein Spielzeug aus Naturkautschuk, fest etabliert. Jonna Jalkanen entwickelte unter der Marke eine besonders schonende Babykosmetiklinie, die nun auch nach Deutschland kommen will.

Childhood Business: Die kleine Giraffe Sophie ist inzwischen auch in Deutschland ein Klassiker. Seit wann gibt es die Kosmetiklinie?

Branchenkennerin Jonna Jalkanen startete 2013 als Lizenzpartnerin mit „Sophie la girafe Cosmetics“ eine besonders schonende Pflegeserie, die bereits in mehr als 23 Ländern präsent ist. Nun möchte sie auch Deutschland von ihren Produkten rund um die kleine Giraffe Sophie überzeugen.
Branchenkennerin Jonna Jalkanen startete 2013 als Lizenzpartnerin mit „Sophie la girafe Cosmetics“ eine besonders schonende Pflegeserie, die bereits in mehr als 23 Ländern präsent ist. Nun möchte sie auch Deutschland von ihren Produkten rund um die kleine Giraffe Sophie überzeugen.

Jonna Jalkanen: Wir sind in 2013 mit den ersten Produkten gestartet. Dabei arbeiten mein Mann Samuli und ich bereits seit 2009 eng mit der Marke Sophie la girafe zusammen. Wir waren lange deren Distributor für Finnland und Schweden. Als der Hersteller eine Lizenztochterfirma gründete, ermunterte er alle Partner, ihre Ideen einzubringen. Ich selbst habe lange in der Beauty-Industrie für Marken wie Parfums Christian Dior oder Parfums Givenchy gearbeitet und ich hatte schon immer Ideen für neue Produkte. So lag es nahe, einen Vorschlag für eine Kosmetiklinie in Lizenz rund um Sophie la girafe zu entwickeln.

CB: Sie hätten aber auch eine eigene neue Marke entwickeln können. 

JJ: Eigentlich war es ja die Marke Sophie la girafe selbst, die mich vor Jahren auswählte. Als mein ältester Sohn Jalo geboren wurde, war ich bei der Suche nach nostalgisch anmutenden Spielzeugen auf die süße französische Giraffe gestoßen. Seitdem sind wunderbare Sachen passiert. Für mich war daher immer klar, dass es für diese Marke eine natürliche und organische Hautpflegeserie für Kleinkinder geben müsste, die ich gern machen würde.

CB: War es schwer, die Lizenz zu erhalten?

JJ: Ich bin dankbar, dass Vulli, der Hersteller von Sophie la girafe, die Beziehungen zu seinen Partnern ganz allgemein sehr respektiert, unser Beauty-Know-how und unser Konzept schätzt und uns als Lizenznehmer auswählte. Die Marke ist sehr stark und verfügt über anspruchsvolle Werte, sodass wir gar nichts drumherum entwickeln mussten. Für uns stand und steht es im Vordergrund, die besten Pflegeprodukte für Babys, Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut zu entwickeln. Unsere Beziehung ist auf viele Jahre angelegt und umfasst Vereinbarungen zu noch weiteren Produkten. So werden wir in diesem Jahr eine Ecocert-zertifizierte, organische Zahncreme für die ersten Milchzähne lancieren.

CB: Beinhaltet die enge Partnerschaft mit dem Lizenzgeber gemeinsame Produkt-Bundles?

JJ: Ja, wir bieten in der Tat auch kombinierte Packages an, in denen sowohl unsere Pflegeprodukte als auch das klassische Spielzeug enthalten sind. In Schweden erzielen wir mit dieser Bündelung sehr gute Verkäufe. Eltern freuen sich augenscheinlich über diese schön gestalteten Geschenksets. Das Bundling oder gar der Austausch von Kontakten variiert allerdings von Land zu Land und hängt auch von dem Distributionsmodell im jeweiligen Markt ab.

CB: Sie sind also schnell über die skandinavischen Grenzen hinausgestoßen?

JJ: Wir sind ja erst wenige Jahre alt. Unser Unternehmen ist noch recht klein und mit fünf Mitarbeitern erzielen wir derzeit einen Umsatz im oberen sechsstelligen Bereich. Dennoch starteten wir 2014, ein Jahr nach unserem offiziellen Start, mit dem Vertrieb in Großbritannien und sind heute bereits in 27 Ländern präsent. Das Spielzeug hingegen ist in 75 Ländern erhältlich. Sie sehen also, dass wir noch ganz am Anfang unserer Entwicklung stehen. Wir freuen uns sehr über jeden einzelnen Händler oder jede Handelskette, die unsere Produkte für sich entdecken, unsere Philosophie schätzen und unsere Produktqualität ihren Kunden empfehlen mögen.

CB: Deutschland ist aber noch ein weißer Fleck auf Ihrer Landkarte.

JJ: In der Tat ist Deutschland eine Herausforderung. Wir sind offen und dankbar für jede Möglichkeit, mit Händlern oder Distributoren zu sprechen, die unser Konzept schätzen und Interesse an unserem Ansatz haben. Dabei haben uns die deutschen Medien bereits entdeckt und häufig vorgestellt. Im Moment verkaufen wir vor allem direkt an die Konsumenten, die uns über Berichte oder die sozialen Medien entdecken. Aber einige Geschäfte führen uns bereits, die uns zumeist auf der Vivaness, einer internationalen Fachmesse für Naturkosmetik, kennengelernt haben.

CB: Für wie aufgeschlossen halten Sie den deutschen Konsumenten? 

JJ: Ich glaube, dass wir gerade auch für die deutschen Familien sehr passende Produkte anbieten. Für uns ist der deutsche Markt sehr spannend, denn hierzulande haben viele Konsumenten eine Vorliebe für natürliche und organische Produkte. Und viele Beauty-Journalisten und Einkäufer bescheinigen uns, über ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis zu verfügen. Auch nutzen uns viele Mütter selbst, denn sie entdecken, dass die für die empfindliche Kinderhaut entwickelten Produkte auch bei ihnen hervorragend funktionieren. Zumal unsere Produkte im Vergleich zu anderen Marken mit ähnlich hochwertigen Zutaten deutlich weniger kosten. Wir sind also sehr neugierig, wie sich Deutschland entwickeln wird.

CB: Sprechen wir nun einmal über Ihre Produkte. Was zeichnet diese denn aus? 

JJ: Für die Produkte von Sophie la girafe Cosmetics kommen nur natürliche, organische Substanzen und Formeln infrage. Ausgangspunkt für uns war die Idee, nur die bestmöglichen, natürlichen Zutaten für die sensible und empfindliche Haut eines Babys zu nutzen. Wir sind stolz, dass keine unserer Inhaltsstoffe von der EU als Allergen geführt werden. Auch an Aromen verwenden wir nur rein natürliche. Zugleich verwenden wir bewusst keine wohlklingenden, aber offiziell gar nicht als Kategorie überwachten Schlagworte. Und außerdem liegt uns sehr an der größtmöglichen Transparenz, sodass wir gemeinsam mit unserem sorgsam ausgewählten lettischen Produzenten Ecocert-zertifizierte Produkte herstellen.

CB: Und all dieser Aufwand zahlt sich aus? 

JJ: Aus unserer Sicht sogar mehrfach. Denn zu unseren Verwendern zählen nicht nur Eltern, die ihren Babys und Kindern eine natürliche Pflege angedeihen lassen wollen. Viele möchten vor allem die Menge an sonst überall eingemischten synthetischen Stoffen auf der Haut reduzieren. Und das funktioniert mit unserer Ausrichtung auf die empfindlichsten aller Hauttypen, nämlich auf die der Kleinkinder, konsequenterweise auch für alle anderen Alterskategorien ebenfalls sehr gut. Daher nutzen auch Jugendliche unsere Produkte zum Beispiel bei Problemen mit Mitessern sowie Mütter und Frauen, die die Produkte für sich selbst entdecken und auf eine natürliche Pflege umstellen wollen. Und selbst Herren kurieren beispielsweise Schuppenprobleme mit unseren Shampoos.


Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Der eben gelesene Beitrag
Eine Giraffe, die es in sich hat.
erschien in der gedruckten Ausgabe 06 / 2016 von Childhood Business vom 23.06.2016 auf Seite 70

Hier geht es zu ausgewählten Beiträgen aus der Ausgabe. Nicht alle Inhalte sind Online zu lesen. Die komplette Ausgabe können Sie im Shop hier bestellen.

Vorheriger Artikel„Hören Sie genau auf die Wünsche der Mütter!“
Nächster ArtikelMessestart im Sommer 2016
Die meisten Beiträge auf unserer Plattform werden neutral als Leistung der Redaktion eingestellt. Unsere Zeitschriften Childhood Business und Childhood Shoes bieten eine Plattform, um die Akteure und Experten im Bereich der Kindermode, Kinderschuhe sowie Erstausstattung miteinander zu vernetzen, relevante Themen aufzubereiten und diese attraktiv zu vermitteln.