Gut, wenn der Autositz sicher ist

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Einmal im halben Jahr werden Autositze getestet. Die Ergeb­nisse dienen als Qualitäts­nachweis. Dieses Frühjahr: Kiddy stellt den Spitzenreiter und zwei Modelle fielen im Test durch.

Im Einklang der Prüfbereiche: Gute Sitze wie der „Concord Reverso Plus“ schneiden in allen vier Kategorien mit „gut“ oder „sehr gut“ ab.

Ende Mai 2016, kurz nach Redaktionsschluss der letzten Ausgabe von Childhood Business, veröffentlichten ADAC und Stiftung Warentest die jüngsten Ergebnisse des für Deutschland gemeinsam durchgeführten Autositztests. 26 Modelle wurden in den Kategorien Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffe überprüft. Die Verarbeitung und Reinigung werden zwar auch ermittelt, gehen aber nicht in das Gesamturteil ein.

Kiddy für kleine Kiddies

Die Bestnote „sehr gut“ wurde nur einmal vergeben und ging die Babyschale „Evoluna i-Size“ von Kiddy. 17 Sitze wurden mit „gut“, fünf Modelle mit „befriedigend“ bewertet. Der Kindersitztest stellt deutlich höhere Anforderungen als vom Gesetzgeber vorgeschrieben, sodass diese Modelle die gesetzlichen Vorschriften deutlich übertreffen.

Zwei Modelle fielen im Test durch. Das Modell „Friendship“ von Kids­Embrace wird aus Sicherheitsgründen als „mangelhaft“ eingestuft. Der ADAC weist im Detail darauf hin, dass die Sicherheitsmängel nur bei größeren Kindern auftreten. Der Hintergrund ist, dass der Kindersitz für einen langen Einsatzzeitraum angeboten wird und dazu bei größeren Kindern die Rückenstütze abgenommen werden muss. Ohne diese Stütze bietet er keinen ausreichenden Schutz beim Seitenaufprall. Das Modell „SF01 Q-Fix„ von Kiwy zeigte Schwächen beim Seitenaufpralltest und auch der Bezugsstoff wies eine hohe Schadstoffbelastung auf.

Die Testergebnisse bilden für viele Verbraucher eine wichtige Grundlage beim Kauf eines geeigneten und vor allem als sicher getesteten Autositzes. Gute Testergebnisse werden in der Regel in der Produkt- und Handelskommunikation als Verkaufsargument genutzt. Da die Ergebnisse der Stiftung Warentest wie auch die des ADAC auf der gleichen Testreihe beruhen, gehen Hersteller ganz unterschiedlich mit der Auszeichnung durch die Testsiegel um. Manche weisen nur eines aus, wie zum Beispiel das der Stiftung Warentest, da deren Testsiegel mit knapp 93 Prozent mit die höchste Bekanntheit in der deutschen Bevölkerung genießen.

Andere weisen auch die des ADAC aus oder wechseln aus Lizenzgründen den Ausweis des Testergebnisses von zunächst Stiftung Warentest zum ADAC. Weitere Anbieter bekommen auch das Quartett der vier Testinstitute voll, da sich auch der Schweizerische und Österreichische Automobilclub am Test beteiligen und Siegel vergeben. Für Handel und Konsumenten heißt das daher: Viel hilft vielleicht viel, bedeutet aber nicht mehr.

Zu den Tstergebnissen: Kindersitze Mai 2016

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