Mehr als nur heiße Luft bot die Kid Paris in diesem Sommer. 68 Aussteller kamen in die ehemalige Heissluftballon­fabrik im Herzen von Paris. Ein Paradies für all jene, die neue Labels entdecken möchten

Die Kid Paris hat ihre Heimat im Zentrum von Paris gefunden, in einer alten Luftballohfabriek, der Espace Montgolfière
Die Kid Paris hat ihre Heimat im Zentrum von Paris gefunden, in einer alten Luftballohfabriek, der Espace Montgolfière

Nachdem die Kid Paris im Frühjahr noch in einem ehemaligen Kaufhaus ihre Türen öffnete, entführte sie Aussteller wie Besucher diesen Sommer in die Espace Montgolfière. Dieses zentral, im Bezirk Porte Saint Martin, gelegene Loftgebäude gehört zum historischen Bestand der Stadt und gefiel durch sich zum Innenbereich öffnende Galerieetagen. Besucher wie Aussteller sprach zudem die besondere Atmosphäre an. Vor allem französische, aber auch andere europäische, amerikanische oder gar japanische Labels waren das Zuckerl auf der pariserischen Sahnehaube. Wer die Playtime Paris besucht, sollte zwei, drei Stunden für diese Satellitenveranstaltung einplanen.

Unter anderem stellten gänzlich neue Labels wie die Schuhmarke Melula aus Dänemark aus, die mit ihren in Portugal gefertigten, poppigen und sehr künstlerisch anmutenden Designs für Farbe am Fuß sorgen wird. Auch Ruby Tuesday aus Breda in den Niederlanden war mit ihren selbstbewussten und weniger kindlichen Designs einer Beachtung wert.

Des weiteren stellten Messe-First-Timer mit einigen Kollektionen an Erfahrung im Rücken aus und sorgten für Anreize, die Kid Shows jede Saison aufs Neue zu besuchen. Dazu zählen ABC123me aus London, Marin + Morgan aus Dänemark und Marin + Morgan aus den USA. Letztere leiten ihren Namen übrigens mal nicht von den eigenen Kindern ab, sondern von der Straßenecke, an der das Label sich gegründet hat.

Zu den regelmäßigen Ausstellern der Kid Paris, die sich ganz bewusst aufgrund des Charakters der Besucher für das Ausstellungsformat entscheiden, gehört auch Once aus Taiwan. Die Designerin Vicky Yuting Wang hat früher Damenmode entworfen, sodass die durch Künstler inspirierten Kinderkollektionen erwachsener und designorientierter anmuten.