Ciff Kids im Februar 2017

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Mit einem wohlwollenden Augenzwinkern schauen wir nach Kopenhagen. Die Ciff Kids hat den Umzug in eine eigenständige Halle gewagt und gewonnen. 

Seit die Ciff Kids im Januar 2015 sozusagen von zu Hause „auszog“, hat sie sich wie ein volljähriger Teenie nach der Emanzipation vom Elternhaus ganz allein im Leben – aka: am Markt – zu behaupten. Ein bisschen verwöhnt wurde sie aber schon noch von ihren Eltern. Denn seit sie nicht mehr gemeinsamen mit den Messen für die DOB und HAKA im Bella Center von Kopenhagen ausgerichtet wird, mieteten sie ihr als Unterschlupf das Forum Copenhagen. In dieser veritablen Veranstaltungshalle, in der sonst große Konzerte von Bryan Adams oder Andrea Bocelli stattfinden, fühlt sich die dänische Messe für skandinavische Kindermode pudelwohl. Beobachten lässt sich das wieder in der Zeit vom 1. bis zum 3. Februar 2017, wenn sie zum fünften Mal in ihre neue Bude einlädt. Dabei hat das Forum von einer Studentenbleibe nur, dass sie es sich mit anderen Mietern teilen muss. Eingerichtet hat sie sich dank der elterlichen Fürsorge äußerst anspruchsvoll und so kommen auch die Freunde der Ciff Kids aus ganz Skandinavien und Europa von Saison zu Saison gern, um sich für ein paar Tage einzunisten.

Immer wieder sind darunter auch alte Freunde aus dem Norden, die jede der Partys der kleinen Ciff Kids mitfeiern. Und dann kommen auch zahlreiche flüchtige Bekannte aus den baltischen Staaten, Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Spanien oder ab und zu auch aus den USA, um nur einige Länder zu benennen. Meist sind das charmante junge Designerinnen, die sich auf der Suche nach internationaler Anerkennung und
nach ein, zwei Dutzend neuer Boutiquen immer ein paar Tage hier oder dort Station machen. Viele von jenen, die suchend durch Europa stromern und sich in Kopenhagen einfinden, wohnen sonst gern auch bei der Playtime Paris. Beide Messen gelten als gastfreundlich und haben immer zahlreiche Freunde zu Besuch, die nicht aus der Stadt sind, sondern extra aus dem Ausland zureisen.

Jene, die zur Party vorbeischauen, freuen sich auf die jugendlichen Designer, die ihre frischen Entwürfe zeigen und die ein meist klarer, skandinavischer oder ein ähnlich gut angenommener Stil eint. Da das neue Heim durch eine die Halle umlaufende Balkonage ausgestattet ist, drängen sich die Designer zwar nicht alle in der Küche, die hier durch ein vorzügliches Catering organisiert wird, sortieren sich aber gemäß der Örtlichkeiten: Klar, die bekannten, etablierten Designer finden sich mit großem Bahnhof gleich am Eingangsbereich, denn die kleine Ciff Kids weiß ganz keck, dass zu jeder Party ein paar Alphatiere gehören, die das Rudel um sich scharen. Die ganz jungen und eben nur ab und an vorbeischauenenden europäischen Freunde müssen sich in den vom Eingang abgewandten Bereichen der Halle tummeln. Seit das Messetöchterchen im Forum wohnt, haben sich immer mehr Interior­designer eingefunden. Und die meisten zieht – und schiebt – es auf die obere Galerie. Und damit dann doch wieder in Richtung Küche.

Für diesen Februar hat sich die Ciff Kids vorgenommen, eine noch größere Anzahl von Marken im Bereich Lifestyle und Interior sowie ganz neue und schon etabliertere Freunde im Modebereich unterzubringen. Einige der Marken, die ihre Kollektionen im Februar präsentieren werden, sind Bisgaard, ferm Living, Filobio, FUB, Go Baby Go, Hummel, I dig Denim, Iglo + Indi, Liewood, Les Coyotes de Paris, Little Remix, Kisse, Mads Nørgaard, Mini A Ture, Minimalismus, Mini Rodini, Müsli by Green Cotton, My Mini Label, Motoreta, Naturino, mp Denmark, Noa Noa Miniature, Pop­upshop, Reima, Sebra Interiør, WithWhite, Where is Marlo und Ver de Terre.

Mit den insgesamt über 300 geladenen Partygästen ist jetzt schon abzusehen: Auch in dieser Saison wird also wieder eine bunte Designerschar zusammenkommen und Kopenhagen ganz gehörig einheizen. Schon jetzt ist eines sicher: Wieder bei Mama und Papa einziehen – das wird die Ciff Kids mit Sicherheit nicht.

Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Ciff Kids im Februar 2017
erschien in der gedruckten Ausgabe von Childhood Business:
Ausgabe 01 / 2017 vom 07.01.2017 auf Seite 60
Hier geht es zu weiteren Beiträgen aus der Ausgabe.