ANWR startet mit „Campus Starter“ eine weitere Kinderschuhmesse

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Seit dem Ende der GDS, die viele Jahre lang äußerst erfolgreich war, zuletzt aber an Resonanz einbüßte und die Hallen der Messe Düsseldorf nicht mehr ausreichend bespielen konnte, keimen eine ganze Reihe immer neuer Formate. Folgte man der Logik allein, müssten Schuheinkäufer offenbar großen Appetit auf eine ganze Reihe an neuen Messen haben. Doch der kometenhaften Antritt der European Shoe Show im März 2017, nur kurz nach der Abkündigung der GDS, verglimmte so schnell, dass er kaum in die Annalen der Schuhfachmessen Eingang finden dürfte.

Anfang Juli 2017 versammelten sich dann knapp 20 Marken zur Cookies Show in Berlin. Ziel ist es, für den Kinderschuhbereich eine eigene Destination zu schaffen. Die meisten Aussteller zeigten sich zufrieden, weil wichtige Einkäufer den Weg zur neuen Veranstaltung fanden. Doch über den Fortgang des Formats entscheiden sicherlich erst die kommenden Ausgaben. Aktuell gilt es zu bestimmen, ob der nächste Termin erneut parallel zur Berliner Fashion Week gelegt wird oder ob man auf eine Ausrichtung parallel zur Playtime Berlin setzt. Diese ebenfalls im Sommer 2017 neu gestartete Kindermodefachmesse hat bereits angekündigt, erst im Anschluss zum Fashion-Rummel zum zweiten Mal in die Hauptstadt zu kommen.

Das Logo der neuen ANWR-Messe "Campus Starter" soll schon optisch zeigen, dass die Messe auch für Nichtmitglieder offen ist.

Das Logo der neuen ANWR-Messe „Campus Starter“ soll schon optisch zeigen, dass die Messe auch für Nichtmitglieder offen ist.

Jetzt hat die Schuheinkaufverbundgruppe ANWR ein weiteres Messeformat angekündigt: „Campus Starter“ heißt es und wird im Februar 2018 Premiere in Mainhausen haben. Eingeladen sind dann nicht nur die Fachhändler des  Verbunds der ANWR GROUP, sondern alle Interessierten. Präsentiert werden an drei Tagen Waren zu den Spezialgebieten Komfort, und Outdoor. Der erste Messetag ist allerdings exklusiv den Händlern aus dem ANWR-Verbund vorbehalten.

„Die Termine Ende Februar und Ende August haben sich dafür bewährt. Wir schließen für die Warengruppen auch die Lücke, die durch den Wegfall der GDS entstanden ist“, sagt Fritz Terbuyken. Diese Lücke schließt ANWR eben nicht nur für die Händler im eigenen Verbund. Geöffnet ist die Fachmesse für alle interessierten Fachbesucher aus dem Fashion- und auch aus dem Schuhfachhandel. Die Öffnung der Messe für die gesamte Branche spiegelt sich auch im gewählten Logo wieder. Das grüne Quadrat entspricht dem des Ordercenters Mainhausen O1, das auch der gesamten Branche offensteht.

Darüber hinaus hat ANWR die Fashionmessen neu strukturiert, um die Order auf die vier Abverkaufszeiträume Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auszurichten. Die Order zielgerichtet auf die Abverkaufszeiträume abstimmen – diese Maxime steht hinter dem neuen Messekonzept für die Fashionmessen. Aus den bisherigen Saisonmessen werden Quartalsmessen für die Verkaufszeiträume Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Diese Messen stehen allerdings nur den Fachhändlern aus dem ANWR-Verbund offen.

Fritz Terbuyken ist Mitglied des Vorstands des Schuheinkaufverbands ANWR.

Erstmals im November und dann durchgängig ab dem Jahr 2018 wird ANWR das neue Messekonzept umsetzen. ANWR GROUP Vorstand Fritz Terbuyken begründet dies: „Wir takten die Messen vor allem für die modischen Programme neu, damit der Handel die relevanten Produktsegmente näher am Verkaufszeitpunkt ordern kann. Damit bieten wir mehr Trendsicherheit und Aktualität.“ Viele Industriepartner, darunter Paul Green, Ecco, Skechers, die Worthmann-Gruppe und Ricosta – begrüßen diese Neuausrichtung.

Für den Handel bedeutet dies ein Umdenken bei der Order. Vor allem die Limitplanung ist neu auszurichten.

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