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Schaufensterpuppen, Mannequins oder zentrale Elemente des Visual Merchandisings im Fashion-Business – ganz gleich, wie man sie bezeichnet: Mannequins spielen auch im Kids-Fashion-Bereich eine große Rolle.

Links: Pom Berlin Shirt, Happy Calegi Jacke, Tumble ’N Dry Hose | Mitte: Catimini Polo, Timberland Hose, Il Gufo Jacke | Rechts: Timberland Jacke, Pom Berlin Shirt, Catimini Hose | Jujube Rucksäcke

Mannequins sind ein fester Bestandteil des Visual Merchandi­sings im Modefachhandel. Unter dem englischsprachigen Begriff lassen sich Marketingmaßnahmen verstehen, die darauf abzielen, den Umsatz durch die Verwendung ästhetischer Impulse zu steigern. Visual Merchandising wird nicht nur in Ladengeschäften betrieben, sondern auch auf Ordertagen und Fachmessen. Hier zielt es nicht auf Endkonsumenten, aber auch Einkäufer wollen gelockt, neugierig gemacht und mit einem Schuss Emotionalisierung für ein Label gewonnen werden. Lieblos drapierte Puppen, unachtsam übernommene oder zu sparsam angeschaffte Modelle oder ungeschickt platzierte Mannequins werden allerdings voreilig ihrer ermunternden Funktion und gar emotionalisierenden Strahlkraft beraubt.

Mit gekonnt platzierten, klug inszenierten und aufmerksam ausgestatteten Mannequins können Fashion Stores Markenwerte, das Niveau und andere zentrale Botschaften definieren und transportieren. Diese adressieren sowohl neue Kunden wie sie auch von loyalen Bestandskunden wiedererkannt werden. Um Ladenflächen erkundenswert auszurüsten oder Schaufenster aufmerksamkeitsstark zu gestalten, können mit Mannequins Signale gesetzt werden. Ihre Bedeutung erlangen die etwas verkürzt als Schaufensterpuppen bezeichneten Präsenta­tionsmodule aus der Tatsache, dass sie einen den Verbraucher schmeichelnden Punkt ansprechen. Denn sie führen das menschliche Antlitz vor – oft mit perfekten Formen. Das schmeichelt dem Auge, lässt Kleidungsstücke besonders gut fließen und Kunden können sich einfach besser vorstellen, wie ein Look getragen wirken würde.


Rot: Pom Berlin Sweater, Tumble ’N Dry Hose | Blau: Hebe Kleid | Gelb: Barn of Monkeys Pullover Levi’s Kids Hose

 

Vorteil 1: Mit dem Einsatz von Mannequins – hier in einer gemeinsamen Ausstellung von sechs Herstellern auf der Kids Now im Juli 2017 – lassen sich gleich mehrere Vorzüge erzielen. Einer davon ist die Möglichkeit, anders als auf einer Bügelpräsentation komplette Looks vorzustellen und damit Kaufimpulse zu setzen.

 

 

 

… wie die von Kenzo Kids …

… oder Maisonnoée Kids.

Vorteil 2: Mannequins lassen sich gezielt als Eyecatcher einsetzen. Dabei können ganz besonders gestaltete Modelle wie von Formes zum Einsatz kommen oder aufmerksamkeitsstarke Looks akzentuieren.

 

 

 

 

Vorteil 3: Mit Mannequins lässt sich eine größere Anzahl von Elementen gleichzeitig präsentieren: nicht nur ein Kleid oder Outfit, auch Schuhe, Accessoires, Schals und Mützen oder gar weitere ergänzende Produkte.


So lässt sich Aufmerksamkeit erregen und einfangen. Mit Mannequins lassen sich Schwerpunkte in der Präsentation der Kollektionen setzen. Die besten Styles lassen sich herausstellen, um den Kunden die Kompetenz des Stores zu demonstrieren: Schaut her, wollen die Mannequins rufen, welche coolen Styles die Saison bereithält. Wer anregend zusammengestellte Looks mustert, zu dem stellt sich sogleich eine zarte Bande ein. Mannequins triggern die Fantasie und regen die Vorstellungskraft an. Auch Mannequins im Kinderbereich können solche Impulse auslösen. Wer sich die Mühe macht, die Anstrengungen der Orderphase und die dadurch erarbeiteten Früchte in Form neuer Kollektionen für die kommende Saison gezielt zu inszenieren, der wird auch die Erträge ernten.

Links:
Blutsgeschwister Jacke
Tumble ’N Dry Sweater
Lili Gaufrette Hose
Dr. Martens Schuhe
Rechts:
Rainbow Warriors Jacke
Hebe Shirt
3 Pommes Hose
Bogs Schuhe

Good look muss nicht teuer sein 

Einstiegsmodelle lassen sich bereits für wenig Geld erstehen. Investitionen in Mannequins lassen sich bei nahezu allen Herstellern durch kostenschonende Auffrischungen zum Beispiel in Form von aktualisierten Make-ups verlängern. Wesentlich ist es, unter den inzwischen zahlreichen Anbietern und Modellreihen eine zum Geschäft und dessen Kunden passende Wahl zu treffen. Die Puppen sollten leicht zu handhaben sein, damit sie ohne viel Aufwand häufiger umdekoriert werden können. Eine anregende Übersicht bot sich im Juli 2017 auf der Kids Now in Hofheim. Insgesamt sechs Hersteller präsentierten sich den Einkäufern mit einer Bandbreite an ganz unterschiedlichen und anregenden Kinder-Mannequins.

 

 

Von der Kids Now eingeladene Mannequin-Hersteller – mit Bildergalerie der Ausstellung:

  1. Hans Boodt (NL) – www.hansboodt.com
  2. Genesis Display (DE) – www.genesis-display.com
  3. New John Nissen (BE) –­ www.new-john-nissen.com
  4. Formes (DE) – www.formes.eu
  5. Best Mannequins – www.bestmannequins.be
  6. Euro Display (DE)  – www.eurodisplay.de

On Display
erschien in der gedruckten Ausgabe von Childhood Business:
On Display vom auf Seite 138
Hier geht es zu weiteren Beiträgen aus der Ausgabe.

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