In einem internen Abstimmungsprozess hat sich eine Mehrheit der Mitglieder der European Outdoor Group (EOG), dem Dachverband der Outdoor-Industrie, dafür entschieden, die Messe Outdoor (www.outdoor-show.de) ab Sommer 2019 am Standort München durchzuführen. Damit veranstaltet die Messe Friedrichshafen die anstehende 25. Ausgabe der Outdoor vom 17. bis zum 20. Juni 2018 letztmalig in der bestehenden EOG-Partnerschaft.

Zum Anmeldeschluss Mitte Januar steht fest, dass zur Jubiläumsauflage rund 900 Aussteller aus über 40 Nationen vertreten sein werden. Rund 21.400 Besucher zählte die Messe im vergangenen Jahr. Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, begrüßt die Entscheidung für den Standort München: „Wir arbeiten seit dem Jahr 2003 sehr eng mit der EOG zusammen und freuen uns, diese Partnerschaft jetzt noch mehr intensivieren zu können.“ Er sieht die Aufgabe darin, die Outdoor zu einer modernen Branchenplattform für die digitale Zukunft weiterzuentwickeln. Die Messe München kann auf eine fast 50-jährige Erfahrung in der Outdoor- und Sport-Branche zurückschauen, die sie mit der ISPO-Gruppe gesammelt hat. Zu ihr gehören die Weltleitmesse ISPO Munich (3. bis 6. Februar 2019) und die beiden Tochtermessen ISPO Shanghai und die ISPO Beijing.

Doch der Standort Friedrichshafen gibt sich nicht geschlagen. In voller Eigenständigkeit und mit der Unterstützung zahlreicher Branchengrößen führen die Messeorganisatoren ab 2019 eine Neukonzeption der Fachmesse in Friedrichshafen durch. „Auch in Zukunft werden wir hier ein einzigartiges Messe-Ambiente bieten, in dem die globale Outdoor-Fachwelt die Weichen für den wirtschaftlichen Erfolg stellt und ihre Begeisterung für das Naturerlebnis zelebriert. Somit gehen wir dennoch zuversichtlich und gut gewappnet aus dieser Entscheidung in eine neue Outdoor-Messeära am Bodensee ab 2019“, erklärt Geschäftsführer Klaus Wellmann.

Und Stefan Reisinger, Projektleiter der Messen Outdoor und Eurobike, ergänzt: „Bereits vor der Wahl [des neuen Standorts, Red.] haben wir schon starkes Feed­back für unsere Vision einer künftigen Outdoor-Messe erhalten. Dieses stammt sowohl von einigen der 96 EOG-Mitglieder, aber auch von vielen der 869 weiteren Aussteller, die wir zur letzten Veranstaltung an Bord hatten und die in der Verbandserhebung nicht befragt wurden. Es herrscht die Überzeugung, dass unser Standort und unser Service in der Vergangenheit entscheidend zum OutDoor-Erfolg beigetragen haben, Skepsis dagegen, ob sich solch ein Ergebnis einfach verpflanzen lässt.“

Den Anfang der Messe­neuausrichtung macht die Retail-First-Initiative, die bereits 2018 in Kraft tritt und einen besonderen Fokus auf die Bedürfnisse des Fachhandels legt. Auch die Definition von Outdoor wird durch eine zusätzliche Stärkung der Outdoor-Plus-Themen erweitert.