Der österreichische Wissenschaftler Wieland Kinz von der Forschungsgruppe „Kinderfüße-Kinderschuhe“ widmet sich bereits seit 2001 der optimalen Passform von Kinderschuhen (www.kinderfuesse.com). Nach seinen Angaben stecken rund zwei Drittel der Kinder in zu kurzen Schuhen und riskieren Fußschäden. In einer Ende 2016 gestarteten und über ein Jahr laufenden Untersuchung wurde ermittelt, ob sich die Anzahl der Kinder mit zu kurzen Schuhen reduzieren lässt, wenn die Eltern regelmäßig praktische Tipps bekommen. Dazu wurde in fünf Salzburger Kindergärten die Passform der Straßen- und Hausschuhe untersucht. Das Ergebnis wurde den Eltern mitgeteilt und in den folgenden Monaten erhielten sie regelmäßig Informationen rund um das Thema „Passform von Kinderschuhen“. Ein Jahr später fand dann die Kontrolluntersuchung statt.

Das Ergebnis fasst Kinz zusammen: „Nach einem Jahr Aufklärungsarbeit trugen deutlich mehr Kinder passende und viel weniger Kinder zu kurze Schuhe.“ Der wichtigste Ratschlag der Forscher an die Eltern: Vergesst die Schuhgrößen und messt Füße und Schuhinnenlänge in Millimetern! Bei der Eingangsuntersuchung hatte sich gezeigt, dass 87 Prozent der Schuhgrößen auf den Kinderschuhen falsch und damit irreführend waren. Wie schon bei vorherigen Messungen war ein Großteil der Schuhe viel zu kurz – teilweise um drei Zentimeter. Wo also beispielsweise Schuhgröße 30 draufstand, fand sich nur die Innenlänge eines 26ers. Kinz rät Online-Schuhhändlern, neben den Herstellerangaben die Innenlängen der Modelle zu ermitteln und mit anzugeben. Das hilft nicht nur den Eltern, korrekt sitzende Schuhe zu bestellen, sondern mindert im Gegenzug auch die Retouren.

 

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