Deutsche bevorzugen erst Lieferung, dann Zahlung

0
Aufteilung der Zahlarten im E-Commerce in 2017

Aufteilung der Zahlarten im E-Commerce in 2017

Verbraucher schätzen es, wenn Sie im Internet erst die Waren erhalten und begutachten können, bevor sie anschließend die Rechnung begleichen. Nach einer Umfrage des EHI Retail Institute aus Köln belege der Rechnungskauf in 2017 mit 28 Prozent Marktanteil weiterhin den Spitzenplatz unter den Zahlungsmitteln und -optionen. Dabei sank der Anteil gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozentpunke. 76,1 Prozent der befragten 1.000 Shops bieten den Rechnugsauf an, immerhin 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Der Lastschriftanteil liegt relativ unverändert bei 20,1 Prozent auf Platz 2 der Zahlmethoden. An dritter Stelle liegt Paypal (19,9 Prozent), das seinen Anteil um zwei Prozentpunkte steigern konnte. Auf den vierten Rang kommt in Deutschland die Kreditkarte (11 Prozent).

Die Einbußen der Kreditkartenanteile um 1,2 Prozentpunkte könnten in den erhöhten Sicherheitsvorschriften begründet liegen. Seit 2015 ist für Kreditkartenzahlung im E-Commerce eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung des Kunden gesetzlich vorgesehen. Obwohl der Checkout-Prozess damit für den Kunden deutlich komplexer wird, sichern inzwischen 82 Prozent der Händler Kreditkartenzahlungen mittels sogenannten 3D-Secure-Verfahren wie „Verified by Visa“ oder „Mastercard Secure Code“ ab. Lediglich 18 Prozent der Händler verzichten grundsätzlich auf die Nutzung von 3DS, im Vorjahr waren es noch 27 Prozent. Eine weitere Verschärfung der Gesetzgebung betrifft Beträge über 30 Euro.

Die Händler gehen davon aus, dass die Sicherheitsvorkehrungen nicht ohne Folgen bleiben: 73 Prozent befürchten eine erhöhte Abbruchrate und 59 Prozent sind der Meinung, dass der Zahlungsvorgang komplexer wird.

Comments are closed.