Childhood Business: Die Supreme Celebration will auch das Segment der Brautmoden aufnehmen. Was halten Sie davon?

Michael Stadtmüller: Das Problem ist, dass die Orderzeiten andere sind. Der Brautbereich startet schon Ende März und im Mai ist schon Saisonschluss. Da liegen die Münchener Ordertage einfach zu spät. Ich glaube daher nicht, dass sich eine gemeinsame Order für beide Bereiche terminlich durchführen lässt.

CB: Wie wichtig sind die Brautmessen Interbride in Düsseldorf und die European Bridal Week in Essen?

MS: Die Brautmodeneinkäufer haben einen festen Rhythmus. Der besteht aus London, Barcelona und Düsseldorf. Den mit März sehr frühen Termin in Essen besuchen auch einige meiner Kunden, aber die relevanten Geschäfte werden in Düsseldorf getätigt. Daher haben von mir vertretene Marken wie Weise entschieden, im nächsten Jahr nicht mehr nach Essen zu gehen.

CB: Würde für die festive Kindermode aus Effizienzgründen nicht eine zentrale Veranstaltung reichen?

MS: Viele Kunden sind es gewohnt, die regionalen Termine zum Einkauf zu nutzen. Die Mehrheit hat nicht die Zeit für das Reisen und besucht daher die nächstgelegene Veranstaltung. Daher ist es wichtig, die Veranstaltungen in München, Neuss und Wallau zu haben. 

CB: Welche der drei Messen hat aus Ihrer Sicht Priorität?

MS: Für mich ist München eindeutig die wichtigste Messe, darauf folgt Neuss und auf dem dritten Platz Wallau. Insgesamt erreiche ich über diese Messen rund 50 meiner Kunden, größere Kunden besuche ich meist persönlich.

CB: Das Anbieterfeld auf den Ordertagen ist ja recht konstant. Fehlen den Kunden nicht ein paar frische Impulse?

MS: Ich persönlich finde ein überschaubares Feld praktisch. Kunden, die größere Mengen verkaufen, wünschen sich aber sicher die ein oder andere Alternative. 

CB: Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren entwickelt ?

MS: Ich arbeite heute mit weniger Kunden zusammen als noch vor zehn Jahren. Das Umsatzvolumen aber ist gleich geblieben. Wir machen heute im Schnitt mehr Umsatz pro Kunde. Und das hängt ganz eng mit den Erwartungen der Endkunden zusammen. Denen reicht es nicht, nur eine Handvoll Kleider im Laden zu sehen. Eine größere Auswahl ist für einen erfolgreichen Händler wichtiger geworden.