Mit Wickeltaschen gestartet: Weil Ellen und Michael Diamant das Wickeltaschenangebot zu unattraktiv war, brachten sie 2003 die Duo Diaper Bag heraus – und Skip Hop war geboren.

Viele Jahre wurde die US-Marke Skip Hop von dem deutschen Distributor Pamper24 vertrieben. Inzwischen hat das Unternehmen selbst übernommen und bearbeitet den hiesigen Markt von Großbritannien aus.

Nach dem Entscheid, den Vertrieb von Skip Hop im deutschsprachigen Raum sowie in weiteren europäischen Ländern nicht mehr über die langjährigen Distributionspartner, sondern in eigener Regie durchzuführen, ist das Büro in Großbritannien für die hiesigen Einkäufer zuständig. Seit Januar 2018 ist der Key-Account-Manager Tobias Eberlein an Bord und wird die Marke in Deutschland vorantreiben. Die Ziele sind die Ausweitung der Distribution und ein stärkeres Marketing. Für die Kundenbindung und den Kundenkontakt mit den Händlern ist Julia Häusser verantwortlich.

„Nachdem wir jahrelang auf dem englischen Markt signifikantes Wachstum verzeichnen konnten, haben wir festgestellt, dass es an der Zeit war, den Markt in Deutschland und Österreich zu erobern, und dass dies am besten mit einem Team funktioniert, das voller Passion ist. Wir haben bereits positive Rückmeldungen von Händlern aus Deutschland und Österreich, die sich auf die Zusammenarbeit und die neuen Produktentwicklungen von Skip Hop freuen“, sagt Country-Manager Jon Tilley.

Skip Hop ist als Lifestylemarke mit einem umfangreichen Portfolio von Wickeltaschen über Spielzeug und Badezimmerprodukte bis hin zu Artikeln rund um Feeding bekannt. Im Februar 2017 kaufte der weltgrößte Hersteller von Kinderbekleidung, Carter’s, das Unternehmen für rund 150 Millionen US-Dollar. Childhood Business sprach mit Jon Tilley über den Vertrieb in Deutschland. 


Jon Tilley ist Country-Manager für Großbritannien und seit der Internalisierung des hiesigen Vertriebs auch für Deutschland. Bevor er Anfang 2016 zu Skip Hop stieß, war er Customer-
Development-
Director bei Artsana für den englischen Markt.

„Wir wollen weiter wachsen“

Childhood Business: Welche Überlegungen führten dazu, den Vertrieb nicht mehr Pamper24 zu überlassen, sondern selbst zu übernehmen?

Jon Tilley: Die Marke Skip Hop wächst unaufhaltsam und ist zuletzt Teil der Gruppe Carter’s Family geworden. In diesem Zusammenhang haben wir uns Märkte angeschaut, auf denen wir starke Wachstumspotenziale sehen. Vor zwei Jahren starteten wird den eigenhändigen Vertrieb in Großbritannien und der ist seitdem sehr erfolgreich. Deshalb haben wir uns entschieden, dieses Modell auch in Deutschland auszubauen. Direktvertrieb ermöglicht ein schnelleres Wachstum und eine höhere Bekanntheit der Marke, da wir direkt signifikante Investitionen in diesen Geschäftsbereich vornehmen. 

CB: Konnten Sie alle Bestandskunden informieren?

JT: Ja, unser Team hat bereits alle existierenden Skip-Hop-Kunden kontaktiert. Und auch neue Kunden konnten wir schon gewinnen. Wer Kontakt aufnehmen möchte, kann dies gern unter deoffice@skiphop.com tun und so mit unserem deutschsprachigen Team in Verbindung treten.

CB: In welchen Produktbereichen sehen Sie gute Chancen für Skip Hop und wo schlummert noch ungenutztes Potenzial?

JT: Wir sehen in allen Kategorien Möglichkeiten, da wir eine der wenigen Marken sind, die eine Familie von vor der Geburt bis ins Kleinkindalter begleitet. Wir können beobachten, dass Erstkäufer von Skip Hop der Marke treu bleiben, ganz gleich ob für ihre eigenen Kinder oder für Geschenke an andere. Wir produzieren nach höchsten Qualitätsstandards und sind in der ganzen Welt für unsere Innovationen bekannt. Der Schlüssel zu unserem Konzept ist auch in unserem Motto und Versprechen erkennbar: „Must-haves, made better“. Das heißt, wir nehmen grundlegende Produkte und machen diese stylisher und begehrenswerter. Aus unseren Recherchen geht hervor, dass der deutsche und österreichische Kunde sich genau dieses breite Produktangebot wünscht.

Kluge Programmpolitik:
Ohne Plüsch fehlte einem
Vollanbieter natürlich ein wichtiges Segment.

CB: Sind vor allem Babyfachgeschäfte Ihre Kunden oder zielen Sie auch auf weitere Sortimentsanbieter? 

JT: Der Bandbreite unserer Produkte ist es zu verdanken, dass wir eine Vielzahl von Händlertypen bedienen können und wollen. Wir haben ein starkes Angebot an Babyprodukten. Einige unserer weiteren größten Produktreihen betreffen den Bereich Spielwaren und Geschenke. Die visuell ausdrucksstarken Produkte unterstützen wir durch aufregende Displays für den PoS. Wir können neuen Händlern Ratschläge zu den bestverkauften Produkten geben und mit tollen Beispielen zeigen, wie Skip Hop überall in der Welt erfolgreich verkauft wird.

Nicht nur für Groß, auch für Klein:
Mit Wickeltaschen ging es los, heute bietet Skip Hop ein großes Sortiment speziell auch für Kinder an.

 

CB: Was sind die Vorteile von Skip-Hop-Produkten?

JT: Skip Hop bietet zuallererst ein sehr breites Portfolio an Produkten. Unsere Babyreihe umfasst Wickeltaschen, Reise- und To-go-Accessoires und Badeprodukte wie unsere fantastische „Moby Bath Tub“. Bei den Kleinkindprodukten ist die Reihe „Zoo“ hervorzuheben. Sie umfasst Rucksäcke, Trinkflaschen, Zubehör für Reisen und Essen. Bei unseren Spielwaren ist das Baby-Gym „Line-Up“ hervorzuheben. Wir bieten zudem eine ganze Reihe verschiedener Baby-Gyms an, die jeweils mit weiteren passenden Spielzeugen ergänzt werden können. Händler sind immer wieder überrascht, wenn sie die Vielzahl unserer Produkte wahrnehmen.

CB: Von welchem Standort findet die Distribution statt und welche Mindestorder haben Sie?

JT: Wir haben ein motiviertes Team für die Unterstützung der Entwicklung in Deutschland und Österreich zusammengestellt. Unser Büro wird die wichtigen Funktionen selbst übernehmen. Unser deutschsprachiges Team wird im Vertrieb von Tobias Eberlein unterstützt. Wir haben den Produkt-
umfang auf 450 Teile erweitert, die den Kunden innerhalb weniger Tage zugestellt werden können. Die Mindestorder liegt bei 350 Euro. Und wir bieten einen Einführungsrabatt sowohl für bestehende als auch für Neukunden an. 

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Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Der eben gelesene Beitrag
Skip mit dem Distributor und Hop mit dem Umsatz
erschien in der gedruckten Ausgabe 07 / 2018 von Childhood Business vom 21.06.2018 auf Seite 76

Hier geht es zu ausgewählten Beiträgen aus der Ausgabe. Nicht alle Inhalte sind Online zu lesen. Die komplette Ausgabe können Sie im Shop hier bestellen.