Bondi Kidswear durch Kiki Kindermoden in Insolvenz geraten

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Firmenstammsitz von Bondi Kidswear

Firmenstammsitz von Bondi Kidswear

In 2018 wurde wie zum Start des Unternehmens im Jahr 1974 das Kapital bei Bondi knapp, wenn auch aus ganz anderen Gründen. Fing man in den 1970er Jahren mit einem einteiligen Babyschlafanzug und eben nur wenig Gründungskapital an, sieht sich das Unternehmen als Opfer einer anderen Insolvenz in der Branche. Dadurch musste die „BONDI-dress Kindermoden Dieter Boss GmbH“ am 17. Mai 2018 einen Antrag auf Insolvenz stellen.

Der vom zuständigen Gericht eingesetzte Insolvenzverwalter Alexander Kästle von der Rottweiler Kanzlei Hirt und Teufel bestätigte auf Anfrage der Redaktion die Aussage, dass die Insolvenz durch massive Forderungsausfälle gegen die ebenfalls in Insolvenz geratene Kiki Kindermoden in Stuhr ausgelöst worden sei. 

Die Insolvenz der Kiki Kindermoden unter der Leitung von Vera Klöhn ist bis heute noch nicht abgewickelt – anders als die meisten der Geschäfte, die nach der Übernahme durch den ortsnahen Unternehmen Theo Bührmann nahezu komplett geschlossen wurden. Zugleich ist Klöhn bereits wieder geschäftlich mit einer neuen Kindermodenkette „Kidz Kontor“ aktiv.

Mit dem Insolvenzantrag strebt das Unternehmen eine Fortführung und Sanierung des Unternehmens an, das laut Website inzwischen als Bondi Kidswear GmbH firmiert. Abgesehen vom Forderungsausfall der Kiki Kindermoden arbeite die Firma profitabel, lässt das Unternehmen vermelden. Rund 15 Mitarbeiter sollen von der Insolvenz betroffen sein. Die Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld bis Ende Juli des Jahres gesichert, heißt es.

Der Insolvenzverwalter hat eine ausreichende Perspektive ausgemacht und das Insolvenzverfahren zum 16. Juli 2018 eröffnen können. Für Ende September 2018 ist eine Gläubigerversammlung angesetzt, in der die Zustimmung zur Fortsetzung des Unternehmens durch die bisherige Geschäftsführung eingeholt werden soll.
Aus dem Unternehmen ist zu vernehmen, dass das laufende Geschäft durch die vor allem nur regionale bekannt gewordene Insolvenz nahezu unbeeinträchtigt ist und die Auftragsbücher gut gefüllt sind. Die Signale sind also gut und es ist auf eine erfolgreiche Fortführung der Marke und des Unternehmenskerns zu vertrauen.

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