Das Verbrauchermagazin Öko-Test konnte passend zur Sommerzeit mit einer Überprüfung von Kindersandalen aufwarten. 14 Modelle von 14 verschiedenen Anbietern wurden getestet, darunter vor allem die namhaften Großanbieter, aber kein einziges der als besonders sorgsam bekannten Spezialisten. Die Vorgehensweise muss eigentlich verwundern, denn wo man auf den Schatten achtet, sollte man auch Lichtpunkte setzen. Dass die Volumenhersteller auf ihre Mengen von in der Spitze bis zu fünf Millionen Paar Schuhe pro Jahr nur dann kommen können, wenn sie die Preispunkte tief halten, ist nachvollziehbar. Dass dabei Kompromisse gemacht werden müssen, um die Preisbereitschaft der Konsumenten treffen zu können, leuchtet ein. Da verwundert es nicht, wenn keine chromfrei gegerbten Leder zum Einsatz kommen – was im Umkehrschluss auch nicht bedeutet, schwermetallverseuchtes Schuhwerk zu verkaufen.

Bis auf die chromfrei gegerbten Ledersandalen von Kavat und die lederfreien Modelle von Keen wurden keine Marken in das Testfeld einbezogen, nach denen für das Thema besonders sensibilisierte Eltern gezielt schauen. Damit versäumten die Redakteure von Öko-Test, entsprechende Hersteller mit den Vorzügen ihrer Anstrengungen auf diesem Feld positiv herauszustellen. Aber auch diese Marken einmal in Bezug auf die weiteren Anforderungen wie die Reißfestigkeit eines Modells zu überprüfen. Bei allen Bemühungen des Magazins schwingt leider immer wieder eine gewisser Alarmismus mit. Tests können auf echte Probleme aufmerksam machen und dafür schätzt man sie auch. Ebenso aber lassen sie sich so anlegen, dass es immer zu Warnungen kommt und dass Grenzwerte so verschoben werden, dass die Ergebnisse von Grün auf Rot wechseln.

Dennoch soll nicht vorenthalten werden, dass zwei Modelle mit dem Ergebnis „gut“ abschnitten. Es handelte sich dabei um  die Sandale „Kiro Keiki” in Türkis von Elefanten und die Outdoor-Sandale Modell „Moxie“ von Keen in Blau. Bei beiden Modellen stimmte die Größenangabe, was eines der großen Themen im Kinderschuhbereich ist. Die Farbechtheit und Reißfestigkeit waren bei dem Elefanten-Schuh sowie bei dem Keen-Modell „in Ordnung“. Beide Modelle haben zudem die Dauerbiegeprüfung der Laufsohle bestanden. Bei dem Testergebnis der Gebrauchseignung, die 40 Prozent zum Ergebnis beitrug, haben beide Modelle mit „sehr gut“ abgeschlossen.