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So tun als ob: Mit „Pretend Play“ wird die Welt der Fantasie- und Rollenspiele bezeichnet. 

Die Vorteile von Rollenspielen sind bekannt: Kinder setzen sich mit der Welt der Erwachsenen auseinander. Sie lernen soziales Verhalten, fühlen sich in andere hinein, üben Regeln und Sprache, verarbeiten Erlebnisse oder leben Konflikte aus. Ein ewiger Klassiker sind nach wie vor Mutter-Kind-Rollenspiele. Die Puppe wird gewickelt, gefüttert und getröstet.

 

 

Nein, das heißt Bullerbü – gut, dass Astrid Lindgren das nicht mehr mitkriegt. Egal, Kullerbü nennt Haba seine Kugelbahnserie. Das „Spielbahn Parkhaus“ hat nicht nur eine Waschstraße, Hebebühne und Tankstelle, sondern sogar einen Hubschrauberlandeplatz. VIPs wollen ja auch irgendwo parken.

Kinder spielen bis ungefähr zum dritten Geburtstag einfach nach, was sie im eigenen Haushalt beobachten. Bis dahin braucht es nicht viel Zubehör. Ein Zuviel kann der Kreativität gar im Wege stehen. Hersteller setzen daher zunächst auf eine liebevolle Ausstattung, auf Naturmaterialien oder auf Produkte bekannter Lizenzmarken, die sich in dem Alter eher an die Eltern richten, um deren Portemonnaie zu öffnen. 

Jetzt macht sie auch noch Spielzeug: Daniela Katzenberger kreierte diese limitierte Jubiläumspuppe „Baby Annabell“ von Zapf Creation. Ein Teil der Einnahmen geht an „Ein Herz für Kinder“. Der Name ist Programm: Spielende Kätzchen und Pfötchen sowie Katzen-Sneaker gehören zum modischen Outfit.

 

 

 

 

Ab ungefähr vier Jahren erschöpft sich die rein nacherlebende Beschäftigung mit Puppen. Kinder beherrschen nun bereits kompliziertere Rollenspiele.

 

 

Spitzenköche und fleißige Backfeen, aufgemerkt: Hier kommt die „Kinderküche Greta“ von Pinolino im Stil der 50er-Jahre. Mit jeder Menge Kochbesteck, Töpfen, Schüsseln und Maltafel am Ofen machen Kinder von drei bis acht Jahren Jamie Oliver Konkurrenz

Wie gute Geschichtenerzähler entwickeln sie eigene Handlungsstränge und ergänzen Abläufe durch eigene Ideen. Infrage kommen nunmehr echt wirkende Requisiten, die die Welt der Eltern im Miniaturformat abbilden – wie Arztköfferchen, Piratenschiffe, Feuerwehrstation oder Eisenbahnen. Und auch die Kinderküche ist ein echter und unverzichtbarer Klassiker.