Ganz entspannt: Mode aus Spanien ist nicht durchweg bunt und rüschig. Nachhaltige und entspannte Labels wie 1+ in the family gehören zum Portfolio des modebegeisterten Landes dazu.
Ganz entspannt: Mode aus Spanien ist nicht durchweg bunt und rüschig. Nachhaltige und entspannte Labels wie 1+ in the family gehören zum Portfolio des modebegeisterten Landes dazu.

Wer sich Mode aus Spanien widmet, stößt auf mehr Vielfalt, als auf der Pitti Bimbo und auf der Kind + Jugend als „Fashion from Spain“ präsentiert wird.

SayPlease: Die Marke der Designerin Emma Gonzalez existiert seit 2016 und hat sich auf nachhaltige, tragbare Kleidung spezialisiert. Die Kleidung, welche aus Biobaumwolle gefertigt ist, wird mit Accessoires wie Beanie und Schals in derselben Farbpalette ergänzt.
SayPlease: Die Marke der Designerin Emma Gonzalez existiert seit 2016 und hat sich auf nachhaltige, tragbare Kleidung spezialisiert. Die Kleidung, welche aus Biobaumwolle gefertigt ist, wird mit Accessoires wie Beanie und Schals in derselben Farbpalette ergänzt.

Spanischer Kindermode werden oftmals Attribute von altmodisch über klassisch-südlich bis hin zu pompös zugeordnet. Immer mehr junge und eher international orientierte Labels zeigen aber, dass spanische Designer es auch anders können. Sie überzeugen mit nachhaltigen und ressourcenschonenden Konzepten genauso wie mit auch in Deutschland gefallenden Designs. Teilweise muten sie gar etwas skandinavisch an. Wer diese besondere Kombination von teils zurückhaltender, teils verspielter Designsprache schätzt, sollte sich auf der Iberischen Halbinsel einmal genauer umsehen, denn hier verbergen sich manche Schätze. Bei unserem jüngsten Besuch in Madrid, bewusst einmal abseits vom Messebetrieb der Fimi, haben wir eine Handvoll kleinerer Labels getroffen.

Das schon seit sechs Jahren am Markt bewährte Label 1+ in the family gehört nicht zu den absoluten Newcomern, zeigt allerdings besonders gut den modernen und nachhaltigen Approach jüngerer Labels aus Spanien. Die Bekleidung für Babys im Alter von null bis etwa 48 Monaten überzeugt mit einer neutralen, minimalistischen Farbpalette. Durch die dezenten Töne ist die Kollektion wunderbar kombinierbar. Pro Saison werden etwa 30 bis 40 Teile lanciert, sodass Relikte nicht unbedingt heruntergesetzt werden müssen, sondern in die neue Saison mitgenommen werden können.

Das junge Label SayPlease schickt die kleinen Träger der kommenden Kollektion in den Dschungel. In der Trendfarbe Senfgelb, mit kindgerechten Tierprints, süßen Stern- und Konfettimustern und passenden Accessoires gefallen die Outfits nicht nur den Kids, sondern auch den Mamas gut. Die entspannten Silhouetten und Einteiler sind aber nicht nur modisch, sie bieten aufgrund der weiten Passform und gemütlicher Materialien obendrein angenehmen Tragekomfort für aktive Kids.

Piñata Pum: Die A/W-18/19-Kollektion umfasst knapp 30 Teile und reicht preislich von 29,95 Euro bis 49,95 Euro (UVP). Das Label trifft man in dieser Saison unter anderem auf der Playtime Paris. Im letzten Sommer stellte sich Piñata Pum zudem auf der Fimi in Madrid und auf der Sunday School in Utrecht/Niederlande vor.
Piñata Pum: Die A/W-18/19-Kollektion umfasst knapp 30 Teile und reicht preislich von 29,95 Euro bis 49,95 Euro (UVP). Das Label trifft man in dieser Saison unter anderem auf der Playtime Paris.

Außergewöhnliche Kreationen und coole Kollektionsthemen

Wie die namensgebenden gefüllten Figuren aus Pappmaschee ist das Label Piñata Pum immer für eine Überraschung gut. Das Label aus Barcelona kreiert Kleidung für Kinder von drei Monaten bis zu neun Jahren mit aufregenden Storys und mediterranem Einschlag. Die A/W-18/19-Kollektion ist vom britischen Kultdetektiv Sherlock Holmes inspiriert und zeigt das nicht nur anhand von Prints auf Sweatshirts und Kleidern, sondern auch mit typisch britschen Elementen wie dem allseits beliebten Karoprint.

Und vieles mehr …

1+ in the Family: Bereits über 400 Stores weltweit führen das Label. Als starke Messe hat Gründerin Gemma Mases übrigens die Playtime Paris ausgemacht, auf welcher sie  schon seit vielen Saisons vertreten ist.

Wer die spanische Markenvielfalt selbst erleben möchte, der findet viele Labels auf Veranstaltungen wie der Playtime Paris oder auch der Fimi, die in Madrid stattfindet. Und wer nach Labels Ausschau hält, die sich gezielt international orientieren, wird bei den Kunden der PR-Agentur Milk Comunicación fündig. So wird auch die nicht wegzuleugnende Sprachbarriere umschifft. 

 


Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Der eben gelesene Beitrag
Te quiero, moda española!
erschien in der gedruckten Ausgabe 11-12 / 2018 von Childhood Business vom 14.12.2018 auf Seite 50

Hier geht es zu ausgewählten Beiträgen aus der Ausgabe. Nicht alle Inhalte sind Online zu lesen. Die komplette Ausgabe können Sie im Shop hier bestellen.