Das Finale in Sicht: Nur noch wenige Wochen, dann endet die Orderzeit für die kommenden Herbst- und Winterkollektionen. Darunter auch die Dot to Dot, hier aus dem  Sommer 2018. Anfang 2019 geht es in eine neue Location.
Das Finale in Sicht: Nur noch wenige Wochen, dann endet die Orderzeit für die kommenden Herbst- und Winterkollektionen. Darunter auch die Dot to Dot, hier aus dem Sommer 2018. Anfang 2019 geht es in eine neue Location.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss! Die Ordersaison am Anfang eines Jahres ist kürzer als im Sommer: Mitte Januar geht es los, bis Mitte Februar der Abschluss naht. Childhood Business stellt die noch ausstehenden Messen vor.

Ein bisschen zerfällt die Messesaison immer in zwei große Abschnitte: Im Frühjahr kommen immer erst die frühen Termine in Eschborn, Florenz, Hofheim, München, Neuss und Utrecht, bevor die Playtime Paris den zweiten Teil einleitet. Und so stehen noch etwa zehn Termine auf der Agenda, um sich die neuen Herbst- und Winterkollektionen für 2019/20 anzuschauen und finale Ordern zu schreiben. Bereits am 30. Januar 2019 startet die zweite Halbzeit mit der in CIFF Youth umbenannten vormaligen CIFF Kids. Mit dem neuen Namen geht auch die Aufgabe des Standorts Forum Copenhagen einher, da die Messe zurück ins Bella Center zieht, in dem parallel weitere Fashion-Messen veranstaltet werden.

Der Standort Kopenhagen steht ganz augenscheinlich unter Druck, denn der Blick in die in der Childhood-Business-Fair-Database geführten Ausstellerlisten offenbart ein stattliches Minus an präsentierten Marken. Anfang 2016 waren noch über 300 Marken dabei, Anfang 2017 und 2018 jeweils rund 250, während Mitte Januar 2019 für die anstehende Ausgabe nur etwas über 150 Marken vorgestellt wurden. Ein Rückgang von 40 Prozent ist schon ein deutliches Warnzeichen. Daher wollen die Organisatoren durch die Ortsverlagerung nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Messe stärker in Richtung Youthwear positionieren, wovon sie sich neue Impulse versprechen. 

Der britische Markt erfuhr durch das Ende der Bubble London bereits im letzten Jahr eine Zäsur in der Messelandschaft für die Kindermode. Hier zog der Veranstalter bereits mit zuletzt rund 170 ausgestellten Marken die Reißleine. Die Rechte sind auf den Messepartner National Childrenswear Association (NCWA) übergegangen, der die Messe in Eigenregie neu starten wollte. Doch nach zweimaligem erfolglosem Anlauf ist die Luft wohl raus. Jüngst wurde die Integration in die Modemesse Pure (10. bis 12. Februar) angekündigt, doch die Sektion Bubble by Pure kommt gerade mal auf rund 15 Marken und spielt damit keinerlei Rolle mehr.

Leider konnte sich die Dot to Dot London (1. und 2. Februar) die Situation nicht zunutze machen. Sie überzeugt zwar durch ihren Charakter einer „kleinen Playtime“ und bietet anregende Locations auf. Doch mit dem jüngsten Umzug in die Crypt on the Green in Clerkenwell Close, London, werden nur noch etwas über 20 Marken ausstellen, von ehemals fast 60 in der Spitze. Und so hat sich die Orderveranstaltung Indx Kidswear Show (10. und 11. Februar) in Solihull, eine halbe Autostunde von Birmingham entfernt, zum größten Orderevent in Großbritannien gemausert. Die Anzahl der dort vertretenen Marken hat von etwas über 100 auf rund 160 zugelegt. 

In die zweite Hälfte der Ordersaison hat sich neu auch die Fimi (1. bis 3. Februar) in Madrid einsortiert. Bisher überschnitt sie sich immer mit der Pitti Bimbo und hoffte auf internationale Einkäufer, die in einem Rutsch erst Florenz und dann die spanische Hauptstadt besuchen sollten. Doch mit dem neuen Termin entzerrt sich der Reisekalender zumindest für spanische und europäische Besucher. Auch die Location hat gewechselt und befindet sich nun auf dem nahe am Madrider Hauptflughafen gelegenen Messegelände der Stadt. 

Hamburg ist ein Muss

Neben München spielt insbesondere der Standort Hamburg eine Hauptrolle. Die Kindermoden Nord (2. bis 4. Februar) bietet erneut rund 250 Marken auf, darunter neu Cars Jeans und Vingino, und organisiert mit hoher Verlässlichkeit, dass die rund 1.500 Fachgeschäfte von Kiel bis Berlin eine breit gefächerte Orderdestination in Norddeutschland wahrnehmen können.

Davon profitiert auch die nur einen Steinwurf entfernt beheimatete, parallel stattfindende Lollypop, deren 14 Aussteller etwas über 60 Marken mitbringen. Erstmals haben sich die Aussteller zusammengetan, um mit einem eigenen Katalog (einer Teilauflage von Childhood Business beiliegend und hier zum Herunterladen) zu einem Besuch beider Orderevents in die Hansestadt Hamburg zu locken.

Zu den Katalogen der Kindermoden Nord
Zu den Katalogen der Kindermoden Nord

Die wahre Arbeitsbibel der Händler in Norddeutschland stellt aber weiterhin der umfangreiche und aufwendig zusammengestellte Katalog der Kindermoden Nord dar, der in Deutschland im Vergleich zu den anderen Messepublikationen beispiellos ist. 

München, Salzburg, Schkeuditz und Zürich

Für die Sport- und Outdoorszene ist die ISPO in München (3. bis 6. Februar) ein Pflichttermin. Die drei letzten Orderoptionen für die klassische Kinderbekleidung bieten dann die Showrooms im TMC Kids in Zürich (4. bis 15. Februar), die Quarterkids in Schkeuditz (9. und 10. Februar) sowie die von Ulrike Martin organisierte JOT Juniormode (17. und 18. Februar) in der Brandboxx in Salzburg. Hier sind neu dabei das italienische Label iDo by Miniconf, das ebenso fesche wie elegante Kindermode produziert. Erneut dabei sind Aussteller wie Debby Fashion, Losan und Mayoral. Auch die renommierte französische Kidiliz Group wird Österreich nicht lediglich von der Supreme Kids in München aus bedienen, sondern kommt mit ihren Trendmarken 3pommes, Absorba und Esprit Kids eigens nach Salzburg. Mit dabei auch das neue Lizenzlabel G-Star Raw. Den Abschluss der Salzburger Ordertage und der gesamten Saison bildet die sonntägliche Kindermodenschau von Julia Sterzenbach.