Viele Denim-Labels für Kids bedienen parallel auch die Eltern. Mit Retour Jeans gibt es einen Anbieter, der Jeans für Kinder als seine Kernkompetenz betrachtet. Nun will man in Deutschland stärker wachsen und setzt mit Klaus Rudolf auf einen Kids-Jeans-Veteranen.

Für die einen ist es unverzichtbar, für die anderen eine Herausforderung: Das Label Retour Jeans überrascht damit, dass es eine reine Kids-Marke ist, während der Auftritt und das Image glauben machen, dass es sich nahtlos in die Riege der Denim-Brands einreiht, die sowohl die Großen wie die Kleinen kleiden. Doch da das eben nicht so ist, erfordert es bei manchen Einkäufern durchaus Mut. Diese ordern lieber bei Eltern wie Kindern bekannte und bewährte Marken. Dabei bietet das niederländische Label eigentlich alles, was es braucht, um im mittleren Preissegment stylishe Outfits zu ordern, die bei Kindern und gerade bei Teens gut ankommen.

Das Programm für Jungen wie Mädchen deckt das Alter von zwei bis 16 Jahren ab und die beiden Hauptkollektionen eines Jahres umfassen rund 400 Teile. Zusätzlich gibt es von Retour zwei Flash-Kollektionen jeweils mit etwa 75 Teilen. Seit Dezember 2018 hat das Unternehmen aus Best vor den Toren von Eindhoven den Vertrieb in Deutschland in die eigenen Hände genommen. Durch die Verpflichtung von Klaus Rudlof, der von der bisherigen Stammagentur Internationale Kindermoden von Daniela M. Müller ins Haus wechselte, setzt Retour auf einen erfahrenen und im Markt geschätzten Vertriebsleiter.

Rudlof kennt sich in der Jeans- und Teens-Welt bestens aus, blickt er doch auf Stationen wie Kidiliz mit Levi’s Kids und die Brand Machine Group mit Ben Sherman Kids, Converse Apparel sowie Lyle & Scott zurück. 

Das Unternehmen will in 2019 die derzeit weltweit knapp 1.200 Retailer auf 1.400 ausweiten. Dabei setzt es auf einen gut organisierten B2B-Shop und hochwertige Merchandising-Materialien. Was manche von Lieferanten gebeutelte Manager von Kinderflächen aufhorchen lassen sollte, ist die garantierte Lieferung just in time. Und auch eine engere Zusammenarbeit mit der Katag-Gruppe soll dafür sorgen, dass das Geschäft künftig brummt.