Läden müssen einladend wirken. Da ist weniger oftmals mehr. Doch neben Minimalismus braucht es auch verdichtete Akzente.

In Zeiten sinkender Besucherzahlen im stationären Handel und spürbarer Frequenzrückgänge in den Innenstädten sollten Inhaber in die Jahre gekommener Geschäfte nicht etwa aus Sparsamkeitsgründen die Beleuchtung dimmen, sondern in inspirierende und einladende Präsentationen investieren. Vollgestopfte Regale, Läden, die wie Lager aussehen, weil sie auch als solche fungieren, und ein Erscheinungsbild, das sich an manchen Standorten seit Jahrzehnten nur wenig verändert hat, prägen gerade den Schuhfachhandel. Nicht jedes Konzept passt an jeden Standort. Doch mit einigen Angriffspunkten lassen sich Schaufenster besser nutzen, Waren im Shop anregender präsentieren – oder gar im Rahmen einer Modernisierung die Gesamtgestaltung auf den Erlebnishunger der modernen Kunden ausrichten. 

Auf den folgenden Seiten haben wir einige Anregungen zusammengestellt. Komplette Store-Designs zeigen, dass oft gerade die minimalistischen Konzepte mancher Concept Stores visuell eine große Anziehungskraft ausüben. Doch lassen sie sich kaum in der ganzen Breite umsetzen. Daher bieten Anregungen, die auf vertraute Elemente setzen, eine größere Praxisnähe. Aber auch hier zeigt sich: Klare Linien stärken den Gesamteindruck. Zusätzlich erlauben auch kleinere Elemente in der Schaufenstergestaltung oder Warenpräsentation, auf bestehenden Flächen immer wieder neue Akzente zu setzen. Jedes Mal, wenn Kunden Überraschungsmomente geboten werden, löst das Neugier, Interesse und Beachtung aus. Gepaart mit einem starken Sortiment, guter Beratung und einem exzellenten Service hat der Fachhandel nach wie vor eine hohe Anziehungskraft.