Cover der Childhood Business, Ausgabe 04 / 2019

In der Erstausstattungsbranche fristet die Umstandsmode häufig ein Nischendasein. Dabei bie­ten schöne Outfits für die werdende Mama mit ihrem sich immer mehr rundenden Bauch die erste Gelegenheit, den künftigen Kundinnen zu zeigen, dass sie in Ihrem Fachgeschäft eine fachkundige Anlaufstelle gefunden haben. Und zwar zunächst für all die Dinge rund um die Schwangerschaft, für den sich ankündigenden Nachwuchs und schon bald für all die Bedürfnisse in den ersten Lebensmonaten und -jahren.

Sicher, es bedarf dazu einer Umkleidekabine. Und auch das Angebot sollte eine attraktive Auswahl an Marken, Styles und Größen umfassen. Neben den großen Systemanbietern haben sich einige namhafte Hersteller etabliert. Doch im Grunde ist die Szene der Maternitywear-Spezialisten überschaubar und durch zahlreiche eher kleinere Anbieter geprägt. Der Vorteil: Mit einer ausgesuchten Handvoll an Brands, pfiffigen Basics und, je nach Kundschaft, auch mit einigen schönen Outfits für geschäftliche oder gar festliche Anlässe lässt sich ein ganz individuelles Sortiment arrangieren. 

Wer allerdings neu in diesem Bereich ist, hat es alles andere als leicht, die Hersteller zu treffen. Diese hatten in den letzten Jahren mit einer schrumpfenden Anzahl von Händlern zu kämpfen. Zugleich gibt es (fast) keine Messe, auf die sich die Branche eingespielt hätte, um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.

Lediglich die Playtime Paris stellt eine Ausnahme dar, denn sie richtet immerhin eine eigene kleine Sektion für Umstandsmode aus. Doch die Ausstellerzahl steht auch hier unter Druck. Für viele Händler mit einem kleinen, spezialisierten Fachgeschäft oder mit einem lediglich marginalen Maternitywear-Sortiment ist die Reise nach Paris zu aufwendig.

Da nicht mal ein halbes Dutzend Handelsvertretungen in diesem Bereich agieren, müssen Marken und Einkäufer selber sehr aktiv werden, um zueinanderzufinden, den Kontakt zu halten und ausreichend eng miteinander im Austausch zu bleiben. Doch wer sich mit dem Segment auseinandersetzt, gewinnt schnell einen Überblick über das Angebot. Allzu zahlreich ist die in Deutschland rührige Herstellerschar nämlich nicht. 

Dieses Editorial erschien in unserem Themenheft rund um die Umstandsmode. Wenn Sie die ganze Ausgabe lesen möchten, können Sie sie hier bestellen.