Der Online-Auftritt der Kid Week: Gestalterisch modern und gelungen, inhaltlich jedoch ein glattes "Mangelhaft".
Der Online-Auftritt der Kid Week: Gestalterisch modern und gelungen, inhaltlich jedoch ein glattes „Mangelhaft“.

Parallel zur bekannteren Messe Playtime findet am Standort Paris in dieser Saison zum zweiten Mal die Kid Week Paris statt. Nachdem das ehemalige Format Kid Paris zuletzt im Sommer 2017 stattfand und aufgrund niedriger Frequenzen eingestellt wurde, lebte von den gleichen, wenn auch für Nachfragen nur schwer greifbaren Organisatoren im Januar 2019 dieses Konzept neu auf.

Während die frühere Kid Paris als Satellitenveranstaltung zur Playtime Paris auf eine kleine, aber feine Show an Designermarken aus tout le mond setzte, umfasst das neue Konzept der Kid Week sowohl eine Ansammlung individueller Showrooms als auch einen zentralen Ausstellungsort. Rund um die Rue de Turenne im hippen dritten Arrondissement haben eine kleine Anzahl an Marken jeweils eigene Showrooms angemietet. Ausgangspunkt dazu ist das zentrale „Kid Appartment“, in dem weitere Labels ihre Kollektionen präsentieren.

Vom 28.06.2019 bis zum 01.07.2019 öffnet die kombinierte Mini-Messe mit den umliegenden Showrooms in der Zeit von 9 bis 19 Uhr ihre Pforten.

Für den Transfer zwischen dem Parc de Floral, dem Standort der Playtime, und der Kid Week Paris rund um die Rue de Turenne sollen Shuttle-Busse zur Verfügung stehen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Das Kid Apartment erwartet die Einkäufer mit Getränken, Snacks und W-LAN-Zugang sowie Ladestationen für Smartphones.

Aussteller der Kid Paris mit eigenen Showrooms sind Bellerose, Bonton, Finger in the nose, Hello Simone, Les Coyotes de Paris, Mini Rodini, Quincy Mae, Rylee + Crue, Tinycottons sowie Wolf & Rita.

Im Kid Apartment angesiedelt sind zusätzlich die Marken Atsuyo et Akiko, Bella + Frank, Nununu und Schwestermarke Célinununu, East End Highlanders, Fith, Go to Hollywood, Gray Label, Main Story, Milk & Biscuits, Mingo Kids, Repose Ams und The Park Shop.

Die Marken Hello Simone, Nununu und Rylee + Cru stellen parallel auch auf der Playtime aus.

Als solches ist das Konzept der Kid Week Paris durchaus vielversprechend und könnte gerade kleineren, boutiqueorientierten Labels eine Plattform bieten. Doch die minimalistische Website ist nicht zeitgemäß, um als Besucher im Vorweg Labels zu selektieren und Besuche ausreichend zu koordinieren. Wenn dann noch selbst auf Nachfrage keinerlei Informationen zu erfahren sind, weil Anfragen unbeantwortet bleiben, bleibt ein bitterer Geschmack zurück.

Bereits während der vormaligen Kid Paris waren die Kosten für Aussteller vergleichbar mit denen auf der Playtime, während Service, Absprachen und Besucherfrequenz zu wünschen ließen. Wer Zeit hat, mag die eine oder andere Entdeckung tätigen. Doch unausgegorene oder nicht ausreichend professionelle Termine können wir als Redaktion nicht ohne Einschränkungen empfehlen.