E-powered und stolz darauf: Der schwedische Hersteller Emmaljunga setzt auf zahlreiche Features. Das Batterie-Pack ist gut sichtbar, lässt sich abschließen und durch Standardakkus von Bosch einfach tauschen.
E-powered und stolz darauf: Der schwedische Hersteller Emmaljunga setzt auf zahlreiche Features. Das Batterie-Pack ist gut sichtbar, lässt sich abschließen und durch Standardakkus von Bosch einfach tauschen.

Entwickelt wird der neue e-Kinderwagen NXT90e von Emmaljunga gemeinsam mit Bosch. Die Fertigung erfolgt in der neuen, eigens dafür eingerichteten e-Linie im schwe­dischen Stammwerk.

Schon Stefan Zweig beschrieb in seinem Buch „Sternstunden der Mensch­heit“, wie sich in der Rückschau bedeutsame Neuerungen, neudeutsch: Innovationen, oftmals als Gleichzeitigkeiten der Geschichte ereignen. Von daher überrascht es nicht, dass im September 2018 zur Kind + Jugend mit Cybex und Emmaljunga gleich zwei Hersteller eine neue Generation von Kinderwagen ankündigten, die sich durch einen elektrischen Antrieb auszeichnen wird.

Die zugrunde liegenden Technologien wie Elektromotoren, Akku-Technik, Sensorik, leistungsfähige Datenverarbeitung und Mikroprozessorsteuerungen, die ein solcher Antrieb benötigt, sind keine Neuheiten. Doch das intelligente, ja smarte Zusammenspiel von Technik, Vorstellungen über die Support-Leistungen und die Addition – derzeit allerdings nur bei Emmaljunga – App-gesteuerter Features lag eben erst jetzt auf der Schwelle eben dieser beiden Unternehmen, die sich jenseits von Aluminiumgestellen, Spritzgusselementen und Stoffmoden aufmachten, angestammte Fertigungen um elektronische Komponenten zu ergänzen.

Die Zukunft des seit 1925 ununterbrochen in Europa fertigenden Kinderwagenspezialisten Emmaljunga erblickt das Unternehmen in der Elektromobilität für Eltern. Seit jeher geschätzt für seine Classic-Modelle, erfand sich der Hersteller bereits vor wenigen Jahren neu. Mit der NXT-Reihe entwarf Emmaljunga eine Modellreihe, die sich stärker an dem Geschmack urbaner Zielgruppen orientiert. Der erste E-Kinderwagen des Hauses wird Ende 2019 in der NXT-Klasse debütieren.
Die Zukunft des seit 1925 ununterbrochen in Europa fertigenden Kinderwagenspezialisten Emmaljunga erblickt das Unternehmen in der Elektromobilität für Eltern. Seit jeher geschätzt für seine Classic-Modelle, erfand sich der Hersteller bereits vor wenigen Jahren neu. Mit der NXT-Reihe entwarf Emmaljunga eine Modellreihe, die sich stärker an dem Geschmack urbaner Zielgruppen orientiert. Der erste E-Kinderwagen des Hauses wird Ende 2019 in der NXT-Klasse debütieren.

Dass beide Häuser Kooperationspartner hinzuziehen, um das nötige Know-how zusammenzubringen, wissen nur die Branchenexperten. Emmaljunga war so klug, sich mit Bosch, einem weltweit führenden Ingenieursunternehmen aus dem Automotive-Bereich, zu verbinden. Bosch liefert bereits Lösungen im E-Bike-Bereich. Doch dem Vernehmen nach sind die Anforderungen an die Sensorik, mehr noch an die Aussteuerung eines E-Antriebs für Kinderwagen vielfach komplizierter als in der Fahrradwelt.

Das erste Modell von Emmaljunga, der NXT90e, kommt zwar erst nach Cybex zum Jahresende auf den Markt. Doch man darf vermuten, dass ein Unternehmen wie Bosch bestrebt ist, diese Technologie als führende Lösung weltweit zu etablieren.

Rund 400 Fachhändler aus 24 Ländern konnten bereits im Juni 2019 im schwedischen Stammwerk von Emmaljunga das Modell selbst auf Herz und Nieren testen. Unterschiedliche Antriebsmodi, Bergauf- und Bergab-Support, eine Abbremsfunktion bei versehentlich losgelassenem Kinderwagen, aber auch eine Diebstahlwarnung waren zu bewundern. Die mit dem Wagen gepairte App bietet unter anderen Diagnose- und Einstellmöglichkeiten. 

Und wird in Intervallen der Wartungsservice durchgeführt, bleibt der zertifizierte Händler Partner des Kunden und partizipiert von dem Werterhalt und einem möglichen Wiederverkauf als Gebrauchtkinderwagen, ein Zyklus, der bisher am Fachhandel vorbeiging.