Kids Hub in Las Veags im August 2019
Kids Hub in Las Veags im August 2019

Vor einem Jahr kündigte die Playtime (www.iloveplaytime.com) mit Kid’s Hub Las Vegas eine neue Show an der Westküste der USA an und schien so nach dem Debakel ihres Berliner Ablegers das Heil in den Staaten zu suchen. Erfahrung hatte man mit dem Markt, betreibt das Team um Sebastién de Hutten und seine Schwester Marie Czapska mit der Playtime New York einen dem Vernehmen nach erfolgreichen Ableger an der amerikanischen Ostküste.

Zwei Events hatte es gegeben, einen im Februar 2019 im Planet Hollywood Las Vegas Resort & Casino und zuletzt jenen im August 2019 im The Flamingo Hotel. Bewusst hatte man einen separaten Namen für den Event gewählt und ihn auch nicht auf der Playtime-Website aufgeführt. Das Markenportfolio sollte auch konsumiger, man kann auch sagen etwas niederpreisiger ausfallen.

Doch nun teilte das Unternehmen auf Nachfrage von Childhood Business Anfang November 2019 mit, dass der Versuch, an der Westküste Fuß zu fassen, beendet ist. Einen neuen Termin werde es nicht geben.

Zum Start hatte es noch geheißen, dass man rund 80 Labels erwartete. Im August 2019 waren nur etwas mehr als 60 Labels zusammengekommen. Ebenso wie auf der Playtime Berlin mit anfangs immerhin noch rund 120 Marken, dann aber ebenfalls zurückgehenden Zahlen – vor allem auf der Besucherseite –, dürften auch in den USA allein schon wenigen Dutzend Marken nicht ausreichend ziehen, um eine nennenswerte Anzahl an Einkäufern zu gewinnen.

Zudem ist der Markt in den USA noch einmal deutlich anders strukturiert als in Europa, wo es immerhin zahlreiche kleine Fachgeschäfte gibt, die einen großen Teil des nicht durch Discounter und vertikale Fashion-Anbieter abgedeckten Marktes ausmachen.

Ebenfalls Aus für die Playtime Tokyo

Doch auch aus Tokyo gibt es News aus dem Playtime-Universum. Auch die seit 2015 ausgerichtete Playtime Tokyo wird geschlossen.

Während sich Las Vegas als Exkurs abtun läßt und immerhin belegt, wie umtriebig und wagemutig das Picaflor-Team ist, sich dabei zumal auf verschiedenen Kontinenten für die Kindermode einzusetzen, trifft das Ende der Playtime in Tokio das Unternehmen substanzieller.

Das lässt sich aus einem uns zugegangenem Statement ableiten, in dem es heißt: „Wir verfolgen ständig die Entwicklung des Marktes in Japan, einem Land, das wir so sehr lieben. Und wir litten unter einer steigenden Frustration aufgrund der zunehmenden Schwierigkeiten, von denen die Marken uns gegenüber berichteten. Wir haben unermüdlich für den Erfolg der Playtime Tokyo gearbeitet, aber im Rahmen unserer Mission, Marken und Käufern zu helfen, sich zu vernetzen und gute Geschäftsbeziehungen aufzubauen, ist es für uns nicht mehr sinnvoll, weiterhin ein Messemodell anzubieten, das nicht mehr auf den japanischen Markt zu passen  scheint.“

Um den japanischen Markt dennoch zu bespielen, wolle man eine Online-Präsenz für den japanischen Markt auf Playtime Online aufbauen  und japanische Labels auf der internationalen Ebene unterstützen.

Picaflor konzentriert sich künftig auf die Events in Paris und New York und arbeitet daran, sich mit dem auf das Projekt Playologie anschließenden Web-Angebot Playtime Online in einer digitalen Messeszene einzurichten.