Cover der Ausgabe 11/2019

Wie in jedem Jahr wurden im Herbst auf der Kind + Jugend die neuesten Produkte für die Erstausstattungsbranche vorgestellt. Eines der zentralen Themen ist der Aspekt Sicherheit. In keiner Produktkategorie spielt der Schutz des Nachwuchses eine so zentrale Rolle wie bei den Kindersitzen. Denn sie wurden entwickelt, um bei einem Unfall das schlimmste anzunehmende Unglück zu verhindern. Und sie helfen Tag für Tag. Immerhin wurden 2018 rund 11.000 PKW-Unfälle mit Kindern im Fond gezählt. Knapp ein Dutzend davon starben. Die meisten Unfälle sind weniger schwer oder es werden die Unfallauswirkungen erfolgreich abgemildert. Zur Realität zählt aber auch, dass es so gravierende Unfallsituationen gibt, in denen auch der beste Kindersitz nichts ausrichten kann. 

Gemeinhin gilt, dass nahezu alle Modelle der renommierten Anbieter ein hohes Sicherheitsniveau haben. Neue Normen führen zwar zu neuen Modellen und jeder Hersteller optimiert seine Sitze immer weiter. Doch verkürzt zusammengefasst sind die erreichten Sicherheitsleistungen enorm und branchenweit auf einem guten Niveau. Probleme gibt es eher in anderen Bereichen: Produkte preisagressiver Anbieter fallen bei den unabhängigen Tests technisch häufiger durch. Auch schleichen sich in der meist nach Fernost ausgelagerten Produktion immer wieder in Chargen – in der Regel gegen die getroffenen Auftragsvereinbarungen verstoßend – gesundheitsgefährende Chemikalien ein. 

Ebenso ist eine fehlerhafte Handhabung weit verbreitet und reduziert die Sicherheitsfunktion. Hier setzen zahlreiche Entwicklungen an, um durch Indikatoren den Verbraucher zu leiten und den korrekten Einbau zu signalisieren. Ansonsten ließe sich sagen: Wir haben fertig! 

Ein neues Level für mehr Kindersicherheit in Fahrzeugen ist nur gemeinsam mit der Autoindustrie zu erreichen. Durch die Anbindung an Sensoren können in den entscheidenen Millisekunden vor einem Aufprall Signale bereitgestellt werden, um zum Beispiel Gurte zu straffen, Aufprallschutzelemente auszufahren oder Airbags auszulösen. Zudem kann dem Fahrer Feedback vom Sitz über das bordeigene Datenbussystem ins Cockpit übermittelt werden, um Ablenkung durch ein Umdrehen nach hinten zu verhindern. Ein solches Szenario unter dem Stichwort ESF 2019 hat Mercedes-Benz gemeinsam mit Britax Römer auf der IAA im September 2019 vorgestellt. Die Zukunft wird spannend. 

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Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Der eben gelesene Beitrag
Kindersitze mit dem Bus fahren
erschien in der gedruckten Ausgabe 11 / 2019 von Childhood Business vom 14.11.2019 auf Seite 3

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