Für die Spielwarenbranche ist die Nürnberger Messe ein absoluter Pflichttermin. Aber auch immer mehr Hartwaren-Hersteller stellen aus. Daher wird auch dieser Messetermin immer wichtiger für die Parenting-Branche.

Superhelden, Dinosaurier und Feen spazieren durch die Gänge, links und rechts wird gewürfelt, Bilder werden gemalt, es wird gebastelt und Bausteine werden übereinander getürmt. Nur wenige Meter weiter rasen Rennautos um die Wette, Miniatur-Eisenbahnen fahren durch idyllische Berglandschaften und kleine Hubschrauber und Flugzeuge sausen durch die Luft. Puppen und Kuscheltiere in allen nur erdenklichen Farben und Formen schauen sich die Szenerie aus den Regalen an.

Ohne Frage: Die Nürnberger Spielwarenmesse ist ein einzigartiger Kosmos und der Besuch ist ein echtes Erlebnis. Darum fällt es mitunter schwer, sich zwischen all den fantasievollen Standbauten, Events und Spielereien wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass hinter alldem eine harte Industrie steht und dass auf der Fachmesse die wichtigsten Geschäfte für das ganze Jahr abgeschlossen werden.

cb01_2016bild-puppen-filz-und-stoff-s-90Von der Rassel bis zum Feuerwerk

Alles, was Kindern Spaß macht, ist vom 27. Januar bis zum 1. Februar des kommenden Jahres in Nürnberg versammelt. In 18 Hallen, verteilt auf 170.000 Quadratmetern, stellen über 2.800 Hersteller aus über 60 Ländern ihre Neuheiten aus.

Nahezu jedes Unternehmen mit Rang und Namen ist auf der Messe vertreten, aber auch viele kleinere Hersteller finden in Nürnberg eine Plattform, um sich und ihre Entwicklungen zu zeigen. Dementsprechend vielfältig ist das Angebot. Es reicht von preiswerten Massenartikeln aus Kunststoff über liebevoll produzierte Spielwaren bis hin zu ex­klusiven Unikaten aus Handarbeit sowie filigranen Modellen voller Hightech.

Über eine Million Produkte werden insgesamt auf der Messe zu sehen sein. So findet jedes Geschäft die passenden Artikel ganz gleich mit welchem Anspruch und welcher Ausrichtung. Untergliedert ist das Angebot in zwölf Produktgruppen, die vom Kartenspiel bis zum Feuerwerks-Sortiment reichen. Unter anderem findet sich auch ein Bereich speziell für Baby- und Kleinkindartikel.

Sinnvolle Sortimentserweiterungen

Neben den unterschiedlichsten Babyspielwaren sind auch die Hersteller von textiler Babyausstattung, Transportmitteln, Möbeln, Pflege- und Sicherheitsprodukten vertreten. Beispielsweise Pinolino, Roba, Lässig, Wohnstuecke, Playshoes oder Sterntaler stellen ihre Produkte auf der Spielwarenmesse aus.

Der Grund dafür: Immer mehr Spielwarenfachhändler erweitern ihr Sortiment um solche Artikel. Und auch Eltern wie Verwandte nehmen beim Einkauf von Hartwaren oder Kinderbekleidung gern zusätzlich angebotenes Spielzeug mit. Ein kleiner Spielwarenbereich stellt immer eine umsatzsteigernde Ergänzung zum Sortiment dar. Nicht zu unterschätzen ist auch die Anziehungskraft auf Kinder: Ein Geschäft, das nicht nur Funktionelles, sondern auch etwas zum Spielen anbietet, ist doppelt so verlockend. So kann das Spielwaren-Sortiment die Entscheidung beeinflussen, in welchen Läden eine Familie einkehrt.

Auf der Spielwarenmesse können Händler, die ein Familienpublikum bedienen, Anregungen sammeln und Produkte finden, die das eigene Sortiment ergänzen. Wer dabei auf ausgesuchtere Produkte jenseits des Mainstreams setzt, sorgt nicht nur für glänzende Kinderaugen, sondern hebt sich ab und erhöht die Attraktivität des Angebots gegenüber den Mitbewerbern.


Der eben gelesene Beitrag
Mögen die Spiele beginnen
erschien in der gedruckten Ausgabe 01 / 2016 von Childhood Business vom 17.08.2015 auf Seite 90

Hier geht es zu ausgewählten Beiträgen aus der Ausgabe. Nicht alle Inhalte sind Online zu lesen. Die komplette Ausgabe können Sie im Shop hier bestellen.