Auch wenn Kopenhagen nicht weit ist, nutzen viele skandinavische Labels Hamburg als Basis für ihre deutsche Kundschaft. Aber nicht nur die.

Dass die Hamburger Ordermesse seit Mitte 2014 in die Hände eines neuen Betreibers gelegt wurde, bekommt der seit 26 Jahren in der Stadt organisierten Veranstaltung ganz offensichtich sehr gut.

Mehr also 95 Aussteller und über 250 Marken stellten sich vom 6. bis zum 8. Februar dem norddeutschen Publikum. Damit waren die zwei Etagen mit insgesamt 3.500 Quadratmetern ausgebucht.

Für die Ausstellerorientierung des Teams der Messehallen Hamburg-Schnelsen spricht es, wenn für kurzfristige Anfragen wie vom Jorga Textilvertrieb Juchem mit den beiden Labeln Attesa Maternity und Love2Wait oder für Levi‘s Kidswear anderweitig verplante Restflächen kurzerhand freigegeben werden.

Traditionell stellen neben den bekannteren nationalen Marken, sei es direkt oder über deren Handelsagenturen, sowie den regional keimenden Anbietern wie Formreich, MarLen Atelier oder Tinéba vor allem auch skandinavische Labels aus.

Nach rund zehn Jahren war Kompagniet af 1991 erstmals wieder mit den sehr modischen Young-Fashion-Kollektionen von D-xel und Kids-up in Deutschland. Letztere führt jetzt auch eine Linie für Babys.

Starke Seiten

Auch in dieser Saison konnten wieder knapp 900 Fachbesucher verzeichnet werden, was für die Bedeutung der Veranstaltung im nördlichen Teil Deutschlands steht. Es ist aber auch Ergebnis einer konsequenten Marktbearbeitung, die auf einer mehrstufigen Ansprache in den Monaten vor der Messe sowie verschiedenen Instrumenten zur Unterstützung der Einkäufer fusst.

Auch mit dem Katalog zu dieser Saison hat der Messeveranstalter ein Zeichen gesetzt. In Magazinstärke bietet er Informationen zu rund der Hälfte der ausgestellten Labels, großzügig bilderte Inspirationen sowie die obligatorischen Ausstellerangaben.

„Den stemmen wir zusätzlich zur Messeorganisation“, so Geschäftsführerin Steffi Kranawetter. Für die Messe stellt das Druckwerk eine wichtige Servicekomponente dar. „Wir senden den Katalog 14 Tage vor der Messe an unsere registrierten Fachbesucher.“

Und da immer mehr Einkäufer erst nach einer Messe ordern, dient der Katalog auch der Nachbereitung.


Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Der eben gelesene Beitrag
Das Tor zum Norden
erschien in der gedruckten Ausgabe 03 / 2016 von Childhood Business vom 18.02.2016 auf Seite 54

Hier geht es zu ausgewählten Beiträgen aus der Ausgabe. Nicht alle Inhalte sind Online zu lesen. Die komplette Ausgabe können Sie im Shop hier bestellen.