2010 sind die ehemaligen McKinsey-Beraterinnen Dr. Anike von Gagern und Dr. Kathrin Weiß angetreten, mit Tausendkind, ihrem Online-Shop für Baby- und Kinderprodukte, den Markt aufzurollen. Ebenso wie andere Anbieter wie Babymarkt.de oder Windeln.de setzen die beiden Gründerinnen nicht nur auf organisches Wachstum, sondern auch auf Mittel von Venture-Finanziers.

2017 habe man einen Umsatz „im zweistelligen Millionenbereich“ und ein Wachstum von 40 Prozent verzeichnen können, heißt es aus dem Unternehmen. Die Zahl der registrierten Kunden liege nun bei rund 700.000 und erstmals habe man seit der Firmengründung einen profitablen Monat erreicht. Diese Geschäftsentwicklung des Unternehmens mit über 112 Mitarbeitern hat bei Geldgebern neue Mittel lockergemacht.

Im ersten Quartal 2017 hat Tausendkind 15 Millionen Euro eingeworben, wie Ende März vermeldet wurde. Der Mitteilung zufolge wurde die Finanzierungsrunde von Capnamic Ventures angeführt, einem in Berlin und Köln ansässigen Frühphaseninvestor, der bereits 2015 Tausendkind unterstützt hatte. Weitere Bestandsinvestoren wie der VC Fonds Kreativwirtschaft der Berliner IBB Beteiligungsgesellschaft sowie die Venture-Kapital-Ableger der Mediengruppen Oberfranken, Pressedruck und Rheinische Post haben Geld nachgeschossen. Neu dabei ist der Fonds Davidson Capital. Das frische Kapital soll in das weitere Wachstum investiert werden. Bislang ist Tausendkind mit Online-Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. Tausendkind setzt immer mehr auf Eigenmarken. Deren Umsatz soll nach Angaben des Unternehmens im vergangenen Jahr um 80 Prozent zugelegt haben.

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Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Der eben gelesene Beitrag
Frisches Kapital für Tausendkind
erschien in der gedruckten Ausgabe 04-05 / 2018 von Childhood Business vom 11.01.2018 auf Seite 14

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