Cover der Ausgabe 11-12/2018 von Childhood Business
Cover der Ausgabe 11-12/2018 von Childhood Business

Kurz vor Jahresschluss drängen sich bereits die Gedanken an 2019 auf – und damit auch die Frage, was das kommende Jahr an Neuem bringen wird. Ich möchte dabei ein wenig zwischen den Ergebnissen unternehmerischer Weichenstellungen und den Ergüssen an Produktneuheiten unterscheiden. Denn erstere helfen, bei letzteren den Überblick zu behalten. Neue Entwicklungen sind oft spannender, kraftvoller und zukunftsweisender als der schier endlose Strom neuer Produkte und Produktvarianten. 

Bereits in der aktuellen Ausgabe haben sich manche Themen unter diesen Blickwinkel bringen lassen. Denn die zur Kind + Jugend vorgestellten E-Kinderwagen werden uns mit Sicherheit nicht nur in, sondern ab 2019 mehr und mehr faszinieren. Die Fahrradbranche hat durch elektroangetriebene Modelle einen wahren Boom erfahren. Und, wer weiß, vielleicht gönnen sich künftig immer mehr Eltern einen eStroller, noch bevor sich das Versprechen der ebenso elektrischen wie autonomen Automobilität auf breiter Front Bahn bricht. 

Auch im Segment der Kindersitze zeichnen sich Neuerungen ab. Während der im letzten Jahr von Maxi-Cosi eingeführte Airbag noch immer eine singuläre Stellung einnimmt, sind künftig zahlreiche digitale Assistenten zu erwarten. Nicht nur ein neues Gesetz in Italien rückt das Thema „Passenger-Detection“ in den Fokus. Auch zwecks Vermeidung von Fehlinstallationen, Steigerung des Komforts und sicher noch manch anderer Form der Unterstützung werden wir Produktneuheiten erleben. 

Auch die Messelandschaft verändert sich. Neue Eventformate entstehen und so wandelt sich die CIFF Kids zur CIFF Youth. Neue Anbieter lösen alte ab, wie der Staffelwechsel von der Kids Now zur Kids World Eschborn zeigt. Und neue Orte keimen auf, wenn die Playtime zwar Berlin verlässt, dafür aber mit Kid’s Hub nach Las Vegas geht.

Standorte sind auch für Unternehmen von Bedeutung. Daher folgt die Konzentration von Britax Römer auf Deutschland der Idee, sich durch Standorttreue gegen starke Wettbewerber mit asiatischen Headquarters zu behaupten. Gegen andere Einflüsse, nämlich die der Strahlung von Smartphones, setzt Garcia auf Smart Pockets. Und das will CEO Mark Hommelberg keinesfalls als modische Eintagsfliege missverstanden wissen, sondern er betont das Potenzial zur Serie. 

Chancen suchen auch Akteure im Handel, die nicht beim schleichenden Niedergang der althergebrachten Formate zuschauen, sondern durch neue Läden und Konzepte Akzente setzen. Hierzu werden wir auch künftig häufiger berichten. Denn gute Beispiele machen Mut!

Last, but not least wird Sie unser neuer Kolumnist Max A. Höfer, ehemaliger Politikchef bei Capital, künftig an seinen Beobachtungen teilhaben lassen, die er als später, neuer Vater für Childhood Business  zusammenfasst. 

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