Christian Dahl ist ab Januar 2020 Geschäftsführer der Steiff Beteiligungsgesellschaft.
Christian Dahl ist ab Januar 2020 Geschäftsführer der Steiff Beteiligungsgesellschaft.

Zum 1. Januar 2020 übernahm Christian Dahl die Geschäftsführung der Steiff Beteiligungsgesellschaft. Als Finanzexperte soll Dahl das internationale Wachstum und die Digitalisierung der Steiff-Unternehmensgruppe voranzutreiben und die bereits seit 140 Jahren existierende Firmengeschichte zukunftsfest auszurichten.

Christian Dahl folgt auf Peter Hotz, der die Steiff Beteiligungsgesellschaft seit dem April 2018 – nach dem plötzlichen Abgang von Daniel Barth – interimistisch geführt hat und das Unternehmen nun verlässt. Zuvor war Hotz für kurze Zeit Geschäftsführer bei Knorr-Baby.

Christian Dahl kommt von Design Offices, einem Anbieter für flexible Arbeitsplatzlösungen, wo er als CFO tätig war. Zuvor bekleidete er bei der Voith Unternehmensgruppe in Heidenheim verschiedene Positionen im Finanz- und Führungssektor, darunter als als Manager für internationale M&A-Aktivitäten sowie als CFO und COO der Voith Composites. Dahl startete seine Karriere bei Ernst & Young, wo er als Berater und Wirtschaftsprüfer Investmentbanken sowie Industrie- und Dienstleistungsunternehmen zur Seite stand.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Christian Dahl eine Führungspersönlichkeit gewinnen konnten, die auf der einen Seite die Marke Steiff mit ihrer ganzen Tradition und Emotionalität versteht, auf der anderen Seite aber auch ein breitgefächertes Know-how in den Themen Internationalisierung und Digitalisierung mitbringt. Mit seinen eingehenden Erfahrungen in der Automobilindustrie wird Herr Dahl zudem die Weiterentwicklung von Alligator mit innovativen Produkten in unseren Wachstumsmärkten unterstützen“, so Jan-Patrick Schmitz, Beiratsvorsitzender der Steiff Beteiligungsgesellschaft. „Ich bin sicher, er wird für die Unternehmensgruppe die richtigen Weichen mit Blick auf die Zukunft stellen. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Peter Hotz ganz herzlich bedanken, der dafür in den letzten gut eineinhalb Jahren als Geschäftsführer ein solides Fundament gelegt hat und uns nun wie geplant wieder verlässt, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.“

„Auf meine neue Aufgabe bei Steiff freue ich mich sehr. Die Marke Steiff verbinde ich mit eigenen Kindheitserinnerungen und sie hat mich auch beim Aufbau meiner eigenen Familie begleitet. Geschäftsführer bei diesem prestigeträchtigen Familienunternehmen zu sein, erfüllt mich mit Stolz und großer Verantwortung“, so Christian Dahl. „Letztendlich gilt es 140 Jahre Firmengeschichte und -kultur zu wahren und parallel das Unternehmensfundament für die Zukunft zu gestalten. Bei Alligator sehe ich Chancen, im Zusammenhang mit umweltfreundlichen Fahrzeugen, der Industrie 4.0 und der Automatisierungstechnik an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen und werde die Neufokussierung des über ein Jahrhundert gesammelten Know-hows nach Kräften unterstützen.“

In 2019 galt es, die von der Kids Fashion Group (KFG) in 2018 gekündigte und ins Haus zurückgeholte Kindermodelizenz in eigener Regie zu einem neuen Umsatztreiber auszurichten.

Dem Vernehmen nach gelang es Andreas Graf als Business Unit Manager Fashion erfolgreich, Kollektionsentwicklung, Produktion und vor allem auch den Vertrieb aus der Taufe zu heben und gemeinsam mit Miriam Lattorff als Head of Field Sales Fashion Germany in eine kolportierte Umsatzhöhe im zweistelligen Millionenbereich umzumünzen.

Neben dem Kerngeschäft von Margarete Steiff mit Plüschtieren gehört auch die „Alligator  Ventilgruppe“ zum Steiff-Reich. Ausgehend von frühesten Anfängen im Jahr 1919 als Abteilung der Spielwarenfabrik Margarete Steiff im schwäbischen Giengen (Brenz) entwickelte sich Alligator zum weltweit führenden Spezialisten für Luftventile, vor allem für Fahrzeugreifen.

Richard Steiff startete seinerzeit die Reifenventilproduktion, um die Metalldreherei derSpielwarenfabrik besser auszulasten. Die zunächst kleine Abteilung wuchs und wurde bereits 1920 als „Alligator Ventilfabrik“ organisatorisch ausgegliedert. Vielfältige Innovationen folgten und mehr als 50 Prozent der Produkte fanden sich außerhalb des Reifens. So beispielsweise in luftgefederten Fahrwerken, Anlagen zur Abgasreduzierung, Verfahren zur umweltfreundlichen Reifenproduktion, Windkraftanlagen und Baumaschinen.

Nach fast 100 Jahren hat sich Alligator Ende 2019 von seinem klassischen Reifenventilgeschäft getrennt. Mit den ursprünglichen Tugenden des Firmengründers – weitsichtiges Handeln, Qualitätsbewusstsein, Liebe zum Detail und pfiffiger Erfindergeist – und einem breiten Know-how in der Metallbearbeitung, Kunststoff- und Gummiverarbeitung sowie Prüf- und Montagetechnik fokussiert sich das Unternehmen heute noch intensiver auf zukunftsträchtige Anwendungen in der Kraftfahrzeugindustrie wie auch in der Elektrotechnik und vielfältigen Industrieanwendungen.