Das niederländische Label Rafa Kids bietet – zumindest vorübergehend – einen Aufbauservice beim Endkunden an. Was lange Jahre von Kidsmill vorexerziert wurde, nutzt man bei Rafa nun, um das leidige Thema der Aufstellung zu Hause abzufedern.

Das 2012 das von Agata und Arek Seredyn gegründete Unternehmen Rafa Kids bietet eine moderne Kollektion an Möbeln für das Kinderzimmer. Dabei zeichnen sich die Kollektionsteile durch eine einheitliche Formensprache mit einem hohen Wiedererkennungswert aus. Das Design zielt auf Eltern, die ihren Kindern ein modernes, kindgerechtes, aber nicht kindliches Habitat bieten wollen.

Durchdachte Ausstattungsmerkmale runden diesen Anspruch ab und bieten selbst bei einem einfachen Kleidermöbel wie das Modell “H-Schrank” Besonderheiten auf. So ist die Tür mit kleinen Regalen an der Außenseite ausgestattet, zudem niedriger gebaut und bietet dadurch genau die richtige Höhe für das – zunehmend eigenständige – Kind.

Geliefert wird EU-weit recht fix binnen drei bis vier Tage, so verspricht es das Unternehmen. Durch vormontierte Easy-Click-Verbindungen lässt sich jedes Möbelstück ohne Schrauben selbst montieren. Bereits das kommt sicherlich zahlreichen Eltern entgegen.

Doch nun bieten Seredyns – zunächst zeitlich bis Ende November 2021 begrenzt – einen neuen Service an.

Kunden aus Deutschland und Österreich werden bestellte Möbel ab einem Wert von 1.000 Euro zum Wunschtag angeliefert und vor Ort aufgebaut. Das Verpackungsmaterial wird mitgenommen und das Kinderzimmer sauber hinterlassen.

Einen vergleichbaren Service bot über viele Jahre auch der ebenfalls niederländische Möbelanbieter Kidsmill an.

Bei Kidsmill erfolgte die Beratung über Fachhandelspartner, bei denen sich Eltern Musterzimmer für Kinder anschauen konnten. Vermittelte Aufträge wurden direkt mit Kidsmill abgeschlossen, während der Handelspartner eine Provision erhielt.

Auslieferung und der Ausbau vor Ort erfolgte durch Kidsmill-eigene Fahrer und Handwerker, die wöchentlich durch Deutschland tourten und auslieferten.

Selbst bei Ausbesserungen zum Beispiel von einem Element mit einem Lackfehler hielt kurz darauf erneut ein LKW vor dem Haus und das Teil wurde erneut direkt durch Kidsmill-Mitarbeiter ausgetauscht.

Inzwischen hat sich Kidsmill aber aus Deutschland zurückgezogen und bietet den Service nicht mehr an.

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Als Chefredakteur hat Martin Paff die Branchenmagazine "Childhood Business" und "Childhood Shoes" gegründet. Die Zeitschriften bieten eine Plattform, um die Akteure und Experten im Bereich der Kindermode, Kinderschuhe sowie Erstausstattung miteinander zu vernetzen, relevante Themen aufzubereiten und diese attraktiv zu vermitteln. Als Vater eines Sohnes kennt er viele Aspekte aus eigener Anschauung.