Die beliebtesten Babynamen in 2022

Emilia und Noah sind beliebteste Babynamen 2022
Emilia und Noah sind beliebteste Babynamen 2022, Foto: Jenny Sturm/AdobeStock

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat die in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen des Jahres 2022 ermittelt. Auf den Spitzenplätzen der Erstnamen halten sich wie im vergangenen Jahr “Emilia” und “Noah”. Und “Mohammed” belegt – regional – einen Spitzenplatz.

Dabei gab es in der Top Ten wenig Veränderungen. Die meisten Namen gehörten auch im Vorjahr zu den häufigsten. Mit “Marie” und “Henry” gibt es jeweils ein Wiedersehen unter den Top Ten.

Die beliebtesten Erstnamen

Mädchen%*Jungen%*
1. Emilia (1)1,391. Noah (1)1,42
2. Sophia/Sofia (3)1,352. Matt(h)eo/Mat(h)eo (2)1,26
3. Emma (4)1,293. Leon (3)1,19
4. Mia (5)1,254. Finn (4)1,14
5. Hannah/Hanna (2)1,215. Paul (5)1,10
6. Lina (7)1,146. Elias (7)1,08
7. Mila (6)1,127. Emil (8)1,05
8. Ella (8)1,078. Luca/Luka (6)1,03
9. Klara/Clara (9)1,039. Louis/Luis (9)1,02
10. Marie (11)0,9610. Henry/Henri (11)1,02
* Anteil an allen vergebenen weiblichen bzw. männlichen Vornamen (Lautgleiche Schreibvarianten – Hannah/Hanna, Louis/Luis etc. – wurden wie bisher zusammengefasst; die Platzierung des Vorjahres steht in Klammern). Quelle: Gesellschaft für deutsche Sprache

“Emilia” und “Noah”, “Sophia” und “Matheo”, “Emma” und “Leon” – die beliebtesten Erstnamen in Deutschland begleiten uns schon eine ganze Weile. Kein Wunder, denn viele von ihnen erfüllen die gängigen Trends:

  • kurze und sehr kurze Namen,
  • viele und helle Vokale wie “e” und “i”,
  • Mädchen- und auch Jungennamen, die auf “a” auslauten,
  • Vokale, die in unterschiedlichen Sprachsilben aufeinandertreffen
  • und Konsonanten wie “m”, “n” und “l”, die viel Klang erzeugen.

Und aktuelle Lieblings-Anfangsbuchstaben sind “E”, “M” und “L”, was sich daraus ableiten lässt, dass 13 der 20 Topnamen mit einem dieser Buchstaben beginnen.

Die Top Ten der Mädchen- wie der Jungennamen erweisen sich als recht beständig. “Emilia” und “Noah” verteidigen erneut ihre Spitzenposition. Auch in 2022 ist es “Matheo” nicht gelungen, “Noah” vom Thron zu stürzen.

Bei den Mädchen ist auffällig, dass “Hanna” auf dem Rückzug ist. Belegte der Name vor drei Jahren noch den Spitzenplatz, ist er nun auf Platz 5 abgerutscht und macht den Weg frei für “Sophia”, “Emma” und “Mia”, die jeweils einen Platz aufrücken. Den Platz getauscht haben zudem “Lina” und “Mila”.

Bei den Jungen ist es “Luca”, der sich ein wenig zurückzieht und für “Elias” und “Emil” Platz schafft, die jeweils einen Rang gutmachen.

Auf Platz 10 finden sich mit “Marie” und “Henry” jeweils Wiedereinsteiger. Diese Namen waren in den vergangenen Jahren bereits mehrfach einmal unter den Top Ten vertreten. Verdrängt haben sie damit “Lea” – auch ein in den letzten Jahren immer wiederkehrender Name – und “Felix”, der bisher mehrere Jahre stabil unter den beliebtesten zehn Erstnamen vertreten war.

Regionale Unterschiede: In Berlin ist Mohammed vorn

In Berlin war übrigens der beliebteste Vorname für Jungen im Jahr 2022 “Mohammed”. Er löste damit “Noah” ab, der auf Platz zwei rutschte. Auf Platz drei landete “Adam”. Bei Mädchen war in der Hauptstadt “Sophia” am beliebtesten, gefolgt von “Emilia” und “Emma”. 

Und so werden die Top Ten ermittelt

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat die im Jahr 2022 in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen ermittelt. Seit 1977 veröffentlicht sie diese Übersicht, die sich auf die Daten der deutschen Standesämter stützt. Teilgenommen haben dieses Mal über 750 Standes­ämter bundesweit und übermittelten knapp eine Million Einzelnamen. Damit sind fast 93 % aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst. Gemeldet wurden nahezu 70.000 verschiedene Namen.

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