Der schwäbische Kindermodehersteller Sanetta richtet seine Produktion neu aus und beendet einen Teil der eigenen Fertigung – nachgerade im Markt der Kinder- und Babymode. Das meldete die Schwäbische.
Die Wirtschaftslage geht an dem Wäschehersteller nicht spurlos vorbei, weshalb bei Sanetta“ die Produktion von Kinderoberbekleidung eingestellt wird.
Der Schwäbischen teilt die Geschäftsleitung mit, dass das Sortiment gestrafft wurde und man sich auf die stärksten Produktgruppen und Segmente konzentrieren würde. Diese seinen die Newborn-Bekleidung, Tag- und Nachtwäsche sowie Bademode für den Altersbereich 0 bis 16 sowie unter der Marke Short Stories Damenwäsche, Damennachtwäsche und Beachwear.
Nach Unternehmensangaben werden derzeit 87 Prozent der Artikel in der eigenen Produktionsstätte in Bulgarien gefertigt Von dort gelangen die Waren auf kurzen Wegen an den Standort Meßstetten, der zugleich als Logistikzentrum dient.
Sanetta ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, das 1957 gegründet wurde und heute in dritter Generation geführt wird. Die Marke steht seit Jahrzehnten für Kinderwäsche, Babykleidung und nachhaltiger positionierte Basics, mit einem besonderen Fokus auf Qualität, Tragekomfort und sozial verantwortliche Produktion.
Das Unternehmen betont zudem, dass nachhaltige Materialien, der Verzicht auf unnötige Chemie im Veredelungsprozess und die Einhaltung europäischer Sozialstandards zentrale Bestandteile des Geschäftsmodells sind.
Ein Blick auf die Produktion zeigt, warum Sanetta in der Branche als Spezialist gilt: Eigene Stoffe werden mit Rundstrickmaschinen hergestellt, wodurch Wäsche ohne Seitennähte möglich ist. Das schont die Babyhaut und spart Material, weil kein Stoffabfall durch Seitennähte entsteht.
Für den Markt ist der Schritt ein weiteres Signal, dass selbst traditionsreiche deutsche Kindermodehersteller ihre Produktionsstrukturen an Kostendruck, Kapazitäten und Nachhaltigkeitsanforderungen anpassen müssen.


