Die spanische Kindermodemarke Tinycottons eröffnet das erste Geschäft außerhalb Spaniens. Doch nicht die europäischen Märkte locken, sondern es ist China, das sich für angesagte Kids Labels immer mehr zu einem Wachstumsmarkt entwickelt. Das Geschäft ist inmitten von Peking an der Chaoyang Park Road im Chaoyang District gelegen.

„Wir freuen uns sehr über die Eröffnung des Geschäfts in Peking. Es ist die Frucht intensiver Arbeit unseres Teams. Wir sind sehr stolz auf den Weg, den wir gegangen sind, und freuen uns darauf, weiter zu wachsen“, sagt Gründerin und Designerin Bárbara Bruno.

Damit betreibt Tinycottons insgesamt vier eigene Stores.

Neben der neuen Dependance in Bejing gibt es noch zwei Läden am Firmenstandort Barcelona und das „Tiny Apartment“ in Madrid. Dabei handelt es sich um eine 360 Quadratmeter große Wohnung im ersten Stock an der Calle de Castelló, 34. Der Laden verfügt über große Räume, die nach Sektionen „Baby“, „Kind“, „Frau“ und „Spielzeug“ untergliedert sind und in denen regelmäßig auch Veranstaltungen organisiert werden.

Gegründet wurde das spanische Label im Jahr 2012 von Barb Bruno und Gerard Lazkano. Seither wuchs das Unternehmen nach eigenen Angaben Jahr für Jahr und beschäftigt rund 30 Mitarbeiter. Die Marke ist heute an über 400 internationalen Verkaufsstellen präsent, aber auch Online wie bei Zalando vertreten.

Tinycottons erwartet in diesem Jahr einen Umsatz von sechs Millionen

Inmitten der Coronakrise laufen die Geschäfte des Labels gut: Das Unternehmen hat eine Allianz mit einem – namentlich allerdings nicht näher benannten – neuen Distributor in China geschlossen, eine Vereinbarung mit Puma zurückgewonnen und plant, dieses Jahr mit sechs Millionen Euro Umsatz abzuschließen.

Die erneute Vereinbarung mit der Marke Puma, mit der es bereits in der Vergangenheit Kooperationen gab, umfasst spezielle Kollektionen, wird in der A/W-21/22-Saison starten und ist für vier Saisons vereinbart.

Hinzu kommen Vereinbarungen mit neuen Distributoren in Russland und Südkorea. Und auch eine eigene Tochtergesellschaft in den USA wurde eröffnet, um in 2021 weiter zu expandieren. Aus den USA stammt bereits der größte Teil des Umsatzes, gefolgt von Asien und erst an dritter Stelle Europa.

Als reines Kinderlabel gestartet, gibt es inzwischen mit „Tiny Big Sister“, eine zunächst als Capsule lancierte, inzwischen eigenständige Linie für Frauen, einen zusätzlichen Wachstumsmotor. Hier legte der Umsatz von zunächst zwei Prozent in 2019 auf bereits zehn Prozent in 2020 zu.