Wer in Paris Kindermode ordern will, muss sich nach der Absage der Playtime für den Juli 2021 umschauen. Foto: Playtime/Emily Kornya

Anfang 2021 war die Hoffnung noch groß, dass die Playtime Paris im Sommer vom 3. Juli bis zum 5. Juli 2021 stattfinden könne. Und auch wenn es derzeit so ausschaut, als ob die – zuletzt ausgefallenen – Großmessen wie die Pitti Bimbo und die Ciff Kids wieder stattfinden werden, steht für Paris inzwischen fest: die Playtime kehrt frühestens im Januar 2022 zurück.

Veranstalter Sébastien de Hutten wird die Entscheidung nicht leichten Herzens getroffen haben, da damit bereits zum dritten Mal in Folge der wichtigste, da größte, Termin seiner Playtime-Eventserie coronabedingt ausfällt.

Was zunächst verwundert, da fast alle anderen Messen diesen Sommer ihre Rückkehr fest im Auge haben. Doch man muss dabei den Blick nur nach Paris wenden, wo derzeit noch nächtliche Ausgangssperren gültig sind und sich die Lage damit im Alltag anders gestaltet als hierzulande.

Dabei hatte de Hutten bereits sehr bescheidene Ziele für den Sommer formuliert, war er zunächst von knapp 100 Ausstellern ausgegangen. Doch am Ende überwog die Erkenntnis „dass sich die anfänglichen Hoffnungen unserer Kunden in Ängste und Unsicherheiten verwandelt haben und dass die Mehrheit der Europäer nicht bereit für eine Live-Show ist.“

Es habe auch die Zusage einiger zugkräftiger Marken gefehlt. Und auch um ausreichende Besucherzahlen, vor allem aus dem Ausland, habe man gefürchtet.

„Deshalb denken wir […], wie bei allen Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben, nicht an uns selbst, sondern an all die Marken, die uns folgen und viel von der Playtime erwarten“, so die Presseverantwortliche Mathilde Toro.

Für das Unternehmen gibt es zumindest kleine Lichtblicke, da die Ausgaben der Playtime New York (vom 1. bis zum 3. August 2021) und der Playtime Shanghai (12. und 13. Juli 2021) nach dem aktuellen Stand stattfinden sollen. Ansonsten gilt es, weiter zu versuchen, mit den digitalen Showrooms der Playtime Aussteller und Kunden zusammenzubringen.

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Als Chefredakteur hat Martin Paff die Branchenmagazine "Childhood Business" und "Childhood Shoes" gegründet. Die Zeitschriften bieten eine Plattform, um die Akteure und Experten im Bereich der Kindermode, Kinderschuhe sowie Erstausstattung miteinander zu vernetzen, relevante Themen aufzubereiten und diese attraktiv zu vermitteln. Als Vater eines Sohnes kennt er viele Aspekte aus eigener Anschauung.