Eigentlich sollte es am 2. Februar 2022 wieder soweit sein – Nürnberg lud zur Spielwarenmesse, der wichtigsten Leitmesse der Branche weltweit ein. In den letzten Wochen schienen zahlreiche Pressemitteilungen darauf hinzudeuten, dass es nun tatsächlich, endlich, wieder los gehe. Doch am Abend des 13. Januars um 21 Uhr stand fest: Zum zweiten Mal in Folge wird die Spielwarenmesse ausfallen!

Logo der Spielwarenmesse Nürnberg
Logo der Spielwarenmesse Nürnberg

Der starke Anstieg der Omikron-Variante in den vergangenen Tagen und die damit verbundenen zunehmenden Standabsagen haben den Veranstalter, die Spielwarenmesse eG, dazu bewogen, die Veranstaltung „schweren Herzens“ abzusagen. Alternativ stehe für Aussteller, Fachhandel und Medienvertreter die Plattform „Spielwarenmesse Digital“ bereit.

Christian Ulrich (Sprecher des Vorstands der Spielwarenmesse eG)

„Für eine Durchführung der Präsenzveranstaltung haben wir intensiv gekämpft und dafür zunächst auch starke Unterstützung aus den weltweiten Spielwarenmärkten erhalten“, sagt Christian Ulrich, Sprecher des Vorstands der Spielwarenmesse eG.

Gerade viele Anbieter ohne internationales Vertriebsnetz hatten noch im Dezember 2021 an die Organisatoren appelliert, die für ihr Auslandsgeschäft wichtige Messe aufrecht zu erhalten.

In den letzten Tagen haben sich die Rahmenbedingungen aber nach Einschätzung der Messeleitung zunehmend verschlechtert. Aufgrund des starken Anstiegs der Omikron-Variante liegt inzwischen eine deutlich veränderte Pandemiesituation vor.

Als Reaktion darauf haben zahlreiche Aussteller, in Sorge um die Gesundheit ihrer Teams, ihren Aufritt abgesagt. Folglich ist der breite Überblick für den internationalen Spielwarenmarkt, für den die Spielwarenmesse als Weltleitveranstaltung der Branche steht, nicht mehr gegeben. Erschwerend kam hinzu, dass durch eine jederzeit mögliche behördliche Absage die Planungssicherheit fehlte.

„Wir bedauern unseren Entschluss und bedanken uns bei all denen, die sich bis zuletzt für die Umsetzung einer Präsenzmesse eingesetzt haben“, betont Christian Ulrich.

Sowohl für Aussteller als auch für Besucher steht eine multifunktionale Plattform zur Verfügung: Die „Spielwarenmesse Digital“ ist bemüht, einen Ausgleich zu schaffen.

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