Hochstühle für unsere Kleinsten

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Der Markt der Hochstühle wird durch Stokke dominiert. Aber auch viele Alternativen orien­tieren sich an dem klassischen Design des Marktführers. Nahezu jede Familie mit Nachwuchs erwirbt früher oder später einen Hochstuhl. Wichtig ist also, ein attraktives Sortiment bereitzuhalten.

Man kann sich kaum noch vorstellen, auf welche Weise man wohl mit Kindern am Tisch zu Abend aß, bevor der Designer Peter Opsvik 1972 den Hochstuhlklassiker „Tripp Trapp“ auf den Markt brachte. Denn mit diesem Modell revolutionierte er den Kinder­möbelmarkt und machte Stokke zum wichtigsten Lieferanten in diesem Segment. Bis heute wurden weltweit fast zehn Millionen Tripp Trapps verkauft. Die klaren Linien und insbesondere das Konzept eines aufgrund höhenverstellbarer Sitz- und Fußplatten mitwachsenden Stuhls dienen immer noch als Vorbild zahlreicher weiterer Anbieter. In vielen Modellen spiegeln sich sowohl die L-Form wider, durch die das Kind mit dem Stuhl nahe an den Tisch geschoben werden kann, als auch die Treppenform, durch die sich größere Kinder selber hinsetzen können. Während Stokke seit 2013 einem Investor aus Südkorea gehört und mit dem von Glaxo­SmithKline kommenden CEO Anton van de Putte die internationale Expansion vor allem nach Fernost weiter verstärken will, lassen andere Anbieter in Deutschland dort vor allem produzieren. Anbieter von Hochstühlen sind aber nicht nur Möbelfirmen.CB2016_08 Hochstuhlarten-eine kleine Typologie S.59

So bieten inzwischen auch Kinderwagenhersteller entsprechende Produkte an. Für Jörg Zehe, Managing Director von ABC Design, war es naheliegend, neben Kinderwagen auch einen Hochsitz zu entwickeln: „Fast alle unsere Handelskunden sind in diesem Segment tätig. Gleichzeitig ist die Entscheidung Ausdruck einer intelligenten, zukunftsorientierten Portfolio-Strategie. So stellen wir uns durch die Erweiterung des Produktportfolios breiter auf und schaffen neben den langjährig bewährten und etablierten Produktgruppen mittel- bis langfristig ein zweites Standbein.“ Auch der Hersteller Treppy bietet in Slowenien produzierte Stühle im L-Design aus Buchenvollholz an. Neben einer großen Farbpalette gibt es in der Premium-Linie besonders gestaltete Varianten, die für einen Hingucker am Abendbrottisch sorgen. Der Hersteller ist von der Qualität seiner Modelle überzeugt und bietet eine Garantie von zehn Jahren an.

Design-Modelle mit Potenzial zu neuen Klassikern

Modelle im auch optisch gehobenen Segment wurden zuletzt von iCandy und Cybex vorgestellt. Der britische Hersteller von Luxuskinderwagen iCandy ist bestrebt, seinen „MiChair“ durch die besondere Gestaltung harmonischer in die Wohnzimmer einzupassen. Die erste Auslieferung wurde auf Ende 2016 verschoben. Auch der durch den Designer Marcel Wanders gestaltete und im April 2016 vorgestellte Hochstuhl von Cybex wird erst in 2017 erhältlich sein. Ebenso auffällig ist das Modell „Zaaz“ von Nuna designt. Auch hier war es den Entwicklern wichtig einen Hochstuhl jenseits des Mainstreams zu schaffen, der sich am Geschmack modern eingerichteter Familien orientiert.

Einen Klassiker stellt auch der konventionelle Kombihochstuhl dar. Dieser zeichnet sich durch seine robuste Bauweise aus und wird bei kleineren Kindern mit einem horizontal an die Kindergröße anpassbaren, verschiebbaren Tischchen genutzt. Diese Flexibilität ermöglicht es, den Stuhl bis zu einem gewissen Grad auf das größer werdende Kleinkind einzustellen. Anders als bei den höhenverstellbaren Modellen wächst das Kind nach wenigen Jahren heraus. Das Besondere hier ist, dass sich der Hochstuhl umbauen lässt und eine Tisch- und Stuhlkombination ergibt. Diese kann dann im Kinderzimmer noch einige weitere Jahre als Mal- und Bastelmöbel genutzt werden.

Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Hochstühle für unsere Kleinsten
erschien in der gedruckten Ausgabe von Childhood Business:
Ausgabe 08 / 2016 vom 21.07.2016 auf Seite 58
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