Die Bührmann Gruppe im Netz
Die Bührmann Gruppe im Netz

Die familiengeführte Bührmann Gruppe mit Hauptsitz in Borgfeld bei Bremen übernimmt den insolventen Kindermodefilialisten Kiki Kindermode. Der Insolvenzverwalter Dr. Christian Willmer aus der Kanzlei Willmerköster teilte mit, dass die entsprechenden Verkaufsvereinbarungen am Tag der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Dezember 2016 durch entsprechende Beschlüsse des zuständigen Amtsgerichts Syke unterzeichnet worden sind.

Mit der Übernahme durch die Bührmann Gruppe fand die Kiki Kindermode-Gruppe rund drei Monate nach dem Insolvenzantrag einen neuen Investor. Die Mitarbeiter des Modefilialisten wurden im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung über den neuen Investor und erste Schritte der Integration informiert.

Konkret sieht der Kaufvertrag die Übernahme von 31 Filialen des Kindermodeunternehmens vor. Elf weitere Filialen werden künftig als eigenständige Franchise-Stores weitergeführt. Sieben Filialen werden im Zuge der Übernahme aufgrund anhaltender Verluste und fehlender Perspektiven am Standort geschlossen.

In Summe ist damit der Fortbestand von 42 der aktuell 49 „Kiki-Kindermode“-Filialen gesichert. Zum Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung waren bundesweit noch 65 Filialen im Markt aktiv.

Zudem sehen die Übernahmevereinbarungen vor, dass rund 140 der vormals 230 Mitarbeiter der Kiki-Kindermode-Gruppe übernommen werden. Über die finanziellen Details der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Das erzielte Ergebnis fasst Insolvenzverwalter Christian Willmer so zusammen: „Der Geschäftsbetrieb ist stabilisiert und mit den neuen Investoren ist jetzt eine tragfähige Lösung für die Zukunft geschaffen. Klar war dabei immer auch: Dauerhafte Verlustbringer kann sich kein Unternehmen leisten. Unser Ziel war es, den Fortbestand des Unternehmens und einen Großteil der Arbeitsplätze zu sichern. Dieses Ziel haben wir erreicht.“

Theo Bührmann, Geschäftsführer der Bührmann-Gruppe, lässt sich wie folgt : „Mit der Übernahme bauen wir unser Leistungsportfolio zielgerichtet aus. Die Marke Kiki Kindermode hat sich seit der Gründung einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Das Unternehmen verfügt heute über eine gesunde Basis, um neues Wachstum zu realisieren.“

Gegenüber dem regionalen Weser Kurier beantwortete Bührmann die Frage, warum sein Unternehmen ausgerechnet eine Modekette kaufe, so: „Wir handeln antizyklisch. Wenn alle aussteigen, sollte man einsteigen.“ Er sehe im Bereich hochwertiger Kindermode noch „viel Luft nach oben“. Auch verfüge er anders als die Vorbesitzerin über bessere kaufmännische Fähigkeiten: „Über unser Immobiliengeschäft haben wir Erfahrung beim Aushandeln von Mietverträgen.“ Auch wisse man, wie man Events organisiere und Leute für Dinge begeistere.“

Bei der von Bührmann geführten Unternehmensgruppe handelt es sich um einen branchenfremden Investor. Die Gruppe ist ein Zusammenschluss mehrerer Einzelunternehmen aus den Bereichen Catering, Events und von Immobilien. Das Unternehmen ist auch im Bereich von Automatenspielcasinos aktiv und betreibt unter dem Label Playlounge 15 Spielstätten in und um Bremen.