Rainer Stäbler (l.), Geschäftsführer EMEA bei Britax Römer, mit Patrick Gerard, CEO von Rompa

Nur wenige Unternehmen im Bereich der Autositzfertigung können ihren Produkten das Aushängeschild „Made in Germany“ anheften. Britax Römer hat dazu jüngst vermeldet, mit seinem Lieferanten Rompa durch eine geplante Ansiedelung im bayerischen Leipheim künftig neue Maßstäbe für eine nachhaltige und effiziente Produktion zu setzen. Ende 2018 bezieht der niederländische Kunststoffverarbeiter Rompa sein neues Werk direkt neben dem Stammwerk von Britax Römer.

Rompa produziert seit 2017 unterschiedliche Kunststoffteile für die Britax- RömerProdukte, unter anderem die Sitzschalen der Autokindersitze. Die beiden Unternehmen gehen eine zehnjährige Kooperation ein. „Die direkte  Nachbarschaft zu Rompa eröffnet uns perfekte Synergien. Wir können uns sowohl bei der Produktentwicklung noch direkter austauschen als auch unsere Produktion noch enger verzahnen. Nicht zuletzt setzen wir so gemeinsam ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit, da wir aufgrund äußerst kurzer Transportwege und erheblich reduzierten Verpackungsmaterials unsere CO2-Bilanz deutlich verbessern“, sagt Rainer Stäbler, Geschäftsführer EMEA, Britax Römer. „Unsere Marke ist seit mehr als 100 Jahren in dieser Region ansässig und wir sind stolz, mit diesem Schritt unsere Wurzeln hier zu vertiefen.“

Im Dezember 2017 hat Rompa das Grundstück neben dem Werk von Britax Römer gekauft. Der Bau der Halle, die etwa 4.500 Quadratmeter misst, wird voraussichtlich im April beginnen. Im Innern werden fünf große Spritzgussmaschinen mit einer Schließkraft von 1.200 Tonnen aufgestellt. Beide Unternehmen werden durch einen kurzen Tunnel zwischen den beiden Firmengebäuden verbunden. Ein spezieller Zug, der durch diesen Tunnel fährt, befördert die Einzelteile aus der Produktion von Rompa direkt zu Britax Römer. Planmäßig sollen die ersten Kunststoffteile bereits Ende 2018 vom Band rollen. Mit der neuen Fabrik und den neu geschaffenen Arbeitsplätzen leisten Rompa und Britax Römer einen wichtigen Beitrag zur lokalen Wirtschaft in der Region Leipheim.

„Wir tun alles, was wir können, um unsere Abläufe so nachhaltig und effizient wie möglich zu gestalten. Dieser Schritt passt ausgezeichnet zu diesem Gedanken“, sagt Patrick Gerard, CEO Rompa. „Weil wir uns nah am Kunden befinden, werden überflüssige Abläufe auf ein Minimum begrenzt.“ Britax Römer selbst ist 2016 von Ulm in das neue Werk in Leipheim gezogen, das auf seinen 24.000 Quadratmetern modernste Büro-, Entwicklungs- und Produktionsflächen sowie eine der weltweit modernsten Crashtest-Anlagen mit zwei Schlittenstrecken vereint. So deckt das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktidee über Entwicklung, Testing, Produktion bis zum Vertrieb vor Ort ab. Britax Römer produziert so bereits 700.000 der eigenen Kindersitze und alle Fahrradsitze am Standort Leipheim. Die Bezüge werden ebenfalls nur noch in Europa und nicht mehr in Asien hergestellt.

 

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Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Der eben gelesene Beitrag
Britax Römer stärkt seine Made-in-Germany-Strategie
erschien in der gedruckten Ausgabe 04-05 / 2018 von Childhood Business vom 11.01.2018 auf Seite 34

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