Wolfgang Juchem vertritt mit seiner Firma Jorga Textil­vertrieb Juchem  die Umstandsmodemarken Attesa und Love2Wait.
Wolfgang Juchem vertritt mit seiner Firma Jorga Textil­vertrieb Juchem die Umstandsmodemarken Attesa und Love2Wait.

Unter den Ausstellern auf der Kindermoden Nord vom Anfang Februar 2021 war auch Wolfgang Juchem.

Mit dem Jorga Textilvertrieb Juchem ist er seit vielen Jahren Spezialist für Umstandsmode und bereist nicht nur Deutschland, sondern auch die Alpenländer, die westlichen Nachbarn und Paris. Im Kurzinterview mit Childhood Business gibt er Auskunft zur aktuellen Saison.

Sie sind ja Spezialist für Umstandsmode und vertreten Attesa Maternity. Was kam denn aus der aktuellen Kollektion besonders gut an?

Wolfgang Juchem: Eigentlich sind wir mit Attesa bei Kleidern einfach immer sehr stark. Die Kollektion ist wirklich umfangreich und bietet ganz unterschiedliche Styles, sodass für jeden Geschmack etwas im Program ist.

Das aktuelle Lookbook für die A/W-21/22-Saison ist fast 130 Seiten stark und mit allen Modellen wunderbar bebildert. Bei Attesa finden unsere Kundinnen immer etwas  – egal ob uni oder gemustert, ob normal oder lang.

Zahlreiche Aussteller der letzten Saisons bleiben den Messen fern. Was hatte Sie bewogen, an der Kindermoden Nord teilzunehmen?

WJ: Wir suchen auch in diesen schweren Zeiten immer den Weg zum Kunden, solange es von den Umständen her irgend möglich ist. Für uns geht es darum, den Kunden den Kontakt zu erleichtern und nicht noch zusätzlich zu erschweren.

Und dann kam auch noch der Wintereinbruch…

WJ: In der Tat. Der erste Messetag in Hamburg war zufriedenstellend. Wir hatten den Eindruck, dass nur die „kleinen“ Geschäfte ziemlich deprimiert sind und wenig kaufen. Und dann setzte uns leider auch noch das Wetter zu. Unsere Kundinnen fahren verständlicherweise nicht gerne Auto im Schnee.

Wenn ich schätzen müsste, gehe ich in dieser Saison von einem Minus von bis zu 30 Prozent gegenüber dem letzten Winter aus. Außerdem fällt leider fast die ganze Nachbestellung der Kunden flach. 

Spielt eine digitale Vorlage im Bereich der Umstandsmode eine Rolle?

WJ: Wir erwarten, dass vor allem von den Einkäuferinnen aus der Schweiz und Österreich kaum jemand nach München zur Supreme Kids kommen wird. Durch die Umstände arbeiten wir daher aktuell mit rund der Hälfte der Kundinnen digital.

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Als Chefredakteur hat Martin Paff die Branchenmagazine "Childhood Business" und "Childhood Shoes" gegründet. Die Zeitschriften bieten eine Plattform, um die Akteure und Experten im Bereich der Kindermode, Kinderschuhe sowie Erstausstattung miteinander zu vernetzen, relevante Themen aufzubereiten und diese attraktiv zu vermitteln. Als Vater eines Sohnes kennt er viele Aspekte aus eigener Anschauung.