Das Modell “Nio” von Mutsy entspricht den geltenden gesetzlichen Sicherheitsnormen, betont das Unternehmen, muss nun aber dennoch eine Sicherheitswarnung herausgeben. Es habe sich herausgestellt, dass eine Einklemmgefahr beim Scharnier des Schutzbügels besteht.

Dabei handelt es sich um den Vorderbügel (“bumper bar”) des “Nio” von Mutsy, der vorn auf dem Sitz festgeklickt und geöffnet werden kann, um ein Kind leichter aus dem Wagen heben zu können. Hier kann es zur Einklemmung von Fingern kommen, was auch in der Abbildung (unten) deutlich wird. Das Unternehmen fordert Käufer des Modells auf, den Vorderbügel austauschen zu lassen, um das nach Unternehmensangaben “geringe Einklemmrisiko” zu beseitigen.

Ganz neu ist die heute erneut ausgerufene Sicherheitswarnung nicht, denn bereits im November 2020 erfolgte diese ein erstes Mal. Zum Hintergrund der erneuten Meldung steht eine Rückmeldung vom Unternehmen noch aus.

Auf die Frage, warum das Sicherheitsrisiko erst jetzt aufgefallen ist, lässt sich das Unternehmen wie folgt zitieren: “Unsere Kinderwagen testen wir immer ausführlich, sowohl intern als auch extern auf alle Sicherheitsnormen. Daher wurde der Mutsy Nio auch entsprechend aller offizieller Normen genehmigt. Das Öffnen des Vorderbügels wird jedoch in den Normen nicht beschrieben, daher haben wir dies selbst erst in einem späteren Stadium entdeckt.”

Die Auftragsnummern der Sitze mit den betreffenden Vorderbügeln haben die Seriennummern “MT17-58” bis “MT19-16”. Die Nummer stehen auf einem weißen Aufkleber auf der Außen- bzw. Rückseite der Rückenlehne unter (!) dem Überzugstoff.

Zu beachten ist, dass die Produktionsnummer des Kinderwagengestells
von dem des Sitzes abweichen kann

Diese Seriennummern wurden ab dem Beginn der Auslieferung des Nio (produziert von Juni 2018 bis Juli 2019) verwendet und von uns bis März 2020 ausgeliefert.

Wenn die Seriennummer nicht vorhanden ist, können sie auch die Stoßstange mit dem Bild vergleichen.

Oben auf der nebenstehenden Abbildung ist der betreffende, zurückgerufene Vorderbügel zu sehen. Darunter ist der neuen Austauschbügel abgebildet. 

Zur Abwicklung des Austauschs hat sich das Unternehmen entschieden, den Bügel direkt an den Endverbraucher zu schicken. Wenn Kunden Fragen zum Austausch haben, können sie Informationen zum Austausch auf der Mutsy-Website finden.

Dort finden sich auch noch zwei weitere Detailabbildungen:

Innerhalb von 14 Werktagen soll der neue Vorderbügel zugesendet werden. Bis dahin empfiehlt Mutsy, den Kinderwagen ohne Vorderbügel zu gebrauchen und das Kind mit dem Gurt anzuschnallen und zu kontrollieren, ob der Gurt richtig sitzt. 

Den alten Vorderbügel können Kunden direkt entsorgen.

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Als Chefredakteur hat Martin Paff die Branchenmagazine "Childhood Business" und "Childhood Shoes" gegründet. Die Zeitschriften bieten eine Plattform, um die Akteure und Experten im Bereich der Kindermode, Kinderschuhe sowie Erstausstattung miteinander zu vernetzen, relevante Themen aufzubereiten und diese attraktiv zu vermitteln. Als Vater eines Sohnes kennt er viele Aspekte aus eigener Anschauung.