Cover der Ausgabe 08 2016 von Childhood Business
Cover der Ausgabe 08 2016 von Childhood Business

Schaut man auf die Termine der internationalen Modemessen und deutschen Ordertage aus dem Juni und Juli zurück, zeigt sich eine diametrale Entwicklung: wieder mehr Aussteller, aber immer weniger Besucher. Sicher, es hat in diesem Jahr manche Sondereinflüsse gegeben. Dazu gehört in vielen Ländern noch die allgemeine Wirtschaftslage oder eine gewisse Reiseangst aufgrund der Terrorattacken unter anderem in Paris. Zugleich durchlebten Spanien wie Frankreich eine Streikwelle im Transportwesen, die ihrerseits manche Besucher von einer Anreise abhielten. Nicht zuletzt waren in der französischen Hauptstadt aufgrund der Fußball-Europameisterschaft die Hotelkontingente und -preise strapaziert. Doch das allein erklärt die Entwicklung nicht. Zumal alle Messeveranstalter immer mehr Anstrengungen unternehmen, um Händler und Einkäufer anzusprechen, um ihnen vor Ort attraktive Ausstellungsflächen, Services und inhaltliche Rahmen­programme zu bieten.

Die Analyse für die deutschen Standorte fällt uneinheitlich und kleinteilig aus. So lassen sich auch kaum klare Schritte ableiten. Zu schade ist einfach, dass im Handel eine gewisse Müdigkeit, vielleicht Verdrossenheit und Unsicherheit vorherrscht.

Wer sich auf den Weg zu den Veranstaltungen macht und durchaus auch einmal eine ausländische Messe einplant, die sich doch gleich mit einem City-Wochenendtripp verbinden lässt, der erlebt trotz oder vielleicht gerade aufgrund der schier unübersichtlichen Anzahl an Designern und Labels einen gehörigen Motivationsschub. Wer sich einmal für ein Wochenende aus dem Alltag klinkt, der schüttelt mit all den Eindrücken und Gesprächen die Müdigkeit ab. Es gibt so viel zu entdecken. Und auch für unklare Wetterlagen, späte Ordern und kleine Limits bietet sich eine große Anzahl an modischen, qualitativ hochwertigen und vor allem von der digitalen Konkurrenz differenzierenden Möglichkeiten. Wer sich auf die Reise begibt, wird angesteckt vom kreativen Esprit der großen wie kleinen Modeschaffenden. Im Handumdrehen ist jede Verdrossenheit abgeschüttelt. Der Elan, der sich auf vielen Messen Bahn bricht, ist den Ruck wert. Wer aber unsicher ist, ob ein Besuch nicht unweigerlich zur unbeabsichtigten Order führen muss, wenn das Budget noch gebunden oder schon verplant ist, dem möchten wir zurufen: Dem ist nicht so! Jeder Aussteller ist zuallererst froh, in den Kontakt zu kommen und von den Erfahrungen und Rückmeldungen zu profitieren. Eine schnelle Kollektionssichtung oder eingehende Prüfung gibt wichtiges Feedback. Auch um künftig jene Produkte und Konditionen zu entwickeln, die Sie mit Erfolg verkaufen können. Nutzen Sie also Ihre Branchenevents, die die Veranstalter für Sie ausrichten!

Und wo wir schon beim Thema sind. Es geht mit Riesenschritten auf das wichtigste Jahresereignis der Hartwarenbranche zu: auf die Kind + Jugend im September 2016. Um Sie optimal auf die Messeplanung vorbereiten zu können, passen wir den Erscheinungstermin der kommenden Ausgabe an. Wir erscheinen (Achtung: veränderter Anzeigen­schluss) eine Woche vor der Kind + Jugend und bieten in der Doppelausgabe 09-10/2016 einen umfassenden Überblick über Produktkategorien, Marken und Unternehmen zur Planung des Messe­besuchs. Und in der Ausgabe 11/2016, die auf die Messe folgt, fassen wir die News-Highlights, Top-Brands und besten Produkte in einer kompakten Messenachlese für Sie zusammen. Und auch hier gilt: Nutzen Sie die Chance, zum Glück direkt in Deutschland Trends der Welt­leitmesse der Branche hautnah zu erleben.

Interesse an der Ausgabe? Einfach hier bestellen.