Zahl der Geburten im deutschsprachigen Raum von 2015 bis 2018. Quelle: Eurostat
Zahl der Geburten im deutschsprachigen Raum von 2015 bis 2018. Quelle: Eurostat

Im vergangenen Jahr 2018 sind laut Angaben des Statistischen Bundesamts mit 787.523 Geburten in Deutschland rund 2.600 Neugeborene mehr als im Vorjahr (2017: 784.901) gezählt worden. 2016 lag die Geburtenzahl noch etwas höher bei 792.141 Neugeborenen. Dabei blieb in 2018 die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau auf dem Vorjahresniveau. Die zusammengefasste Geburtenziffer betrug 1,57 Kinder pro Frau. Bemerkenswert ist die steigende Geburtenhäufigkeit der Frauen ab einem Alter von 40 Jahren. Mütter ab 40 brachten 2018 rund 42.800 Babys zur Welt. Die Geburtenhäufigkeit von 88 Kindern pro 1.000 Frauen in diesem Alter ist zwar relativ gering, hat aber gegenüber 1990 deutlich zugelegt. Damals lag die Geburtenhäufigkeit bei 23 Neugeborenen pro 1.000 Frauen über 40 Jahren. In Niedersachsen und Brandenburg war 2018 die zusammengefasste Geburtenziffer mit 1,62 Kindern je Frau am höchsten.

Mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns war sie auch in den übrigen ostdeutschen Bundesländern sowie in Bremen und Nordrhein-Westfalen mit 1,60 Kindern je Frau relativ hoch. Besonders niedrig war die Geburtenziffer dagegen in Berlin (1,45 Kinder je Frau). Auch im Saarland (1,47) und in Hamburg (1,49) war sie deutlich niedriger als in den übrigen Bundesländern. Die Zahl der Geborenen wird allerdings nicht nur durch das Geburtenverhalten, sondern auch durch die aktuelle Altersstruktur der Bevölkerung beeinflusst. In Bundesländern mit einer relativ jungen Bevölkerung gibt es mehr potenzielle Eltern. Dort werden deshalb – bezogen auf die Einwohnerzahl – vergleichsweise mehr Kinder geboren.

An erster Stelle standen hier 2018 die Stadtstaaten Hamburg mit 12 Kindern sowie Berlin und Bremen mit jeweils 11 Kindern je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. In den Bundesländern mit einer verhältnismäßig alten Bevölkerung und weniger potenziellen Eltern wurden dagegen im Verhältnis zur Einwohnerzahl weniger Kinder geboren. So kamen in den neuen Ländern (außer Sachsen) und im Saarland nur 8 Babys je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zur Welt. In Deutschland insgesamt wurden 9 Kinder je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern geboren, im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) 10 Kinder.

Die zusammengefasste Geburtenziffer wird zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekäme, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im betrachteten Jahr.

In Österreich sanken die Geburtenzahlen von 87.633 im Vorjahr auf 85.535 in 2018. In der Schweiz ergab sich ebenfalls ein Rückgang von 87.381 Geburten in 2017 auf 85.253 im letzten Jahr. 

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Cover der Ausgabe, aus dem der Beitrag stammt. Der eben gelesene Beitrag
Geburtenzahlen in Deutschland in 2018 minimal gestiegen
erschien in der gedruckten Ausgabe 11 / 2019 von Childhood Business vom 14.11.2019 auf Seite 15

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