XXXLutz wächst durch Übernahme von Möbel Roller

XXXLutz-Filialen gibt es allerhand, nun wächst das Unternehmen durch Übernahme von Möbel Roller noch weiter.
XXXLutz-Filialen gibt es allerhand, nun wächst das Unternehmen durch die Beteiligung an Möbel Roller und Tejo/Schulenburg noch weiter.

Die österreichische Möbelkette XXXLutz, in Deutschland nach Ikea die Nummer zwei im Möbelmarkt, stärkt ihre Position auf dem deutschen Markt durch eine Mitte Oktober 2019 bekannt gegebene Beteiligung am Möbeldiscounter Roller sowie am Unternehmen Tejo/Schulenburg.

Die XXXLutz-Gruppe von Andreas Seifert erwirbt nach Angaben des Unternehmens jeweils 50 Prozent der Anteile an den deutschen Firmen. Eine strategische Partnerschaft sei unterzeichnet. Die Beteiligung steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Beide Möbelfirmen sollen weiter unabhängig voneinander aktiv sein und im Wettbewerb zueinander stehen, hieß es.

Roller wie Tejo/Schulenberg gehören zur Tessner-Gruppe und gelten mit 1,4 Milliarden Euro Umsatz als Nummer fünf im deutschen Möbelhandel. Als eines der Ziele wurden umfangreiche Synergieeffekte genannt. So soll Möbel Roller dem Einkaufsverbund Giga beitreten, den XXXLutz vor vier Jahren gegründet hat. Als Grund für diese Entwicklung wies Kurt Jox, Mitglied der Geschäftsführung der Tessner-Gruppe auf die Veränderungen durch die Digitalisierung hin. In anderen Handelssegmenten wie Warenhäusern, Baumärkten oder Drogerieketten habe sich die Zahl der Marktteilnehmer bereits deutlich reduziert.

Jox erwarte diese Entwicklung auch in der Möbelbranche. Seit Jahren wächst XXXLutz unter Mitinhaber und Geschäftsführer Andreas Seifert rasant. Zur Realisierung von Kostenvorteilen brauche es einen hohen Marktanteil, hatte Seifert in einem Interview zu Protokoll gegeben. Außerdem wolle man in Deutschland an Ikea vorbeiziehen und die Marktführerschaft übernehmen. Doch dürfte das Wachstum durch Übernahmen und den Bau von neuen Filialen eine kapitalintensive Strategie

sein. Nachdem XXXLutz in 2018 vom angeschlagenen Konkurrenten Steinhoff dessen 50-Prozent-Beteiligung am Möbeldiscounter Poco übernahm und seitdem Alleineigentümer der Kette mit rund 125 Filialen ist, wird der Umsatz von XXXLutz in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro geschätzt. Ikea setzte derweil in Deutschland in 2018 rund fünf Milliarden Euro um. Zur XXXLutz-Gruppe gehören über 280 Möbelhäuser in zwölf Ländern und über 22.000 Mitarbeiter. In Deutschland werden 46 XXXLutz-Häuser betrieben.

www.xxxlutz.de

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