Der vom Deutschen Peter Handstein gegründete, in China produzierende und als Hape groß gewordene Hersteller von Holzspielzeug firmiert seit 2019 nicht nur als Toynamics, sondern weitet seine Aktivitäten immer weiter aus. Nun kündigte es an, die Produktion von Strandspielzeug der Marke Hape verstärkt nach Deutschland zu holen.

Bisher wurden die Hape-Produkte der Kategorie Strandspielzeug ausschließlich in China hergestellt. Ab Ende 2021 will die Hape-Gruppe mit einem weiteren Produktionsstandort ein klares Zeichen für Sandspielzeug “Made in Germany” setzen. 

Strandspielzeuge von Hape aus dem Hause Toynamics wird vermehrt in Deutschland hergestellt
Strandspielzeuge von Hape aus dem Hause Toynamics wird vermehrt in Deutschland hergestellt

Bis zu 50 Prozent des Volumens an Sandspielzeug von Hape werden mit dem Jahreswechsel 2021/2022 in Deutschland hergestellt, während der Rest weitehrin aus China kommt.

„Wir freuen uns sehr, nächstes Jahr 25 unserer Produkte aus der Kategorie Sandspielzeug in Deutschland produzieren zu können“, so Stefanie Falk, Head of Marketing bei Toynamics.

Produziert wird beim Hersteller PolyM im sächsischen Eppendorf. Von den bisher komplett aus China gefertigten Produkten werden in 2022 noch Restbestände ausgeliefert, sodass nach Unternehmensangaben eine zeitlang noch Produkte sowohl „Made in China“ wie auch „Made in Germany“ parallel geben wird. 

Das ehemals in Ingoldstadt beheimatete, 2017 neu gegründete Unternehmen Poly M Manufaktur ist dabei kein unanhängiger Lieferant, sondern gehört mittlerweile zur Toynamics.

So hatte sich die Inhaberfamilie Meyer des 1980 gegründeten Herstellers bereits zum Juni 2017 entschieden, dass der Vertrieb des in Deutschland aus lebensmittelechtem PE gefertigten Poly-M Steckbausystems von Beleduc übernommen wird.

Beleduc Lernspielwaren gehört ebenfalls ins Hape-Reich und wird von Peter Handsteins erster Frau Sabine Handstein geführt. Meyers versprachen sich durch die Zusammenarbeit eine Markterweiterung in bis zu 60 Ländern weltweit.

Doch was nach einer rein vertrieblichen Vereinbarung klang, umfasste tatsächlich einen Zusammenschluss, sodass PolyM seit 2017, neu gegründet, zur Hape- beziehungsweise Toynamics-Gruppe gehört.

Mit der Umbenennung in Toynamics in 2019 brachte das Unternehmen zum Ausdruck, inzwischen nicht mehr nur OEM-Produzent für Unternehmen wie IKEA oder Ravensburger sowie allein mit der Eigenmarke Hape aktiv zu sein.

Das Unternehmen, das sich als weltweit führend als Produzent von Holzspielwaren sieht, hat sich vom Mono-Label-Anbieter zum Mehrmarkendistributor entwickelt und bietet unter anderem innovative POS-Konzepte, ein einheitliches Sortimentsmanagement sowie ein umfangreiches Distributionsnetz, Marketing-Support und Logistik-Services. 

Zur Unternehmensgruppe gehören unter anderem Käthe Kruse, Senger Naturwelt und eben PolyM. Zudem vertreibt Toynamics J’adore, Nebulous Stars und Skip Hop. Außerdem gehört die spanische Spielwarenkette Eurekakids zur Gruppe.

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Als Chefredakteur hat Martin Paff die Branchenmagazine "Childhood Business" und "Childhood Shoes" gegründet. Die Zeitschriften bieten eine Plattform, um die Akteure und Experten im Bereich der Kindermode, Kinderschuhe sowie Erstausstattung miteinander zu vernetzen, relevante Themen aufzubereiten und diese attraktiv zu vermitteln. Als Vater eines Sohnes kennt er viele Aspekte aus eigener Anschauung.