Windeln.de noch immer im Minus, aber wie immer zuversichtlich

Logo der Marke Windeln.de
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Wenn der digitale Händler für Babyausstattung Windeln.de Quartalszahlen veröffentlicht, braucht man seit Jahren keine Überraschungen zu erwarten. Positive, wohlgemerkt, denn die Zahlen blieben – wie zuletzt im ersten Quartal 2020 – weiterhin negativ.

Dass die Gruppe im ersten Quartal 2020 lediglich einen Gesamtumsatz von 14,9 Millionen Euro verzeichnen konnte, was einem Rückgang von –13,4 Prozent zum Vergleichsquartal im Vorjahr (17,2 Millionen Euro) bedeutete, überraschte, da der Konzern im März 2020 über „einen deutlichen Zuwachs im Bestellvolumen“ verlauten ließ. Verbraucher hätten anlässlich des Corona-Lockdowns verstärkt Konsumgüter online bestellt. Der Netto-Umsatz in der D-A-CH-Region beläuft sich dabei nur noch auf 4,5 Millionen Euro. Die Logistik habe gehakt, sodass es zu einem Rückstau bei der Auftragsbearbeitung gekommen sei, heißt es. Dafür werde im zweiten Quartal ein deutlicher Umsatzzuwachs erwartet. Dieses werde allerdings zu großen Teilen auch von einem in späteren Jahren vermutlich wieder ausfallenden Zusatzgeschäft getrieben.

So habe man Gesundheitsprodukte an B2B-Kunden verkauft, wozu Mund-Nasen-Masken und weitere Covid-19-Schutzartikel wie Handschuhe zählten. Das bereinigte EBIT belief sich im ersten Quartal 2020 auf –2,4 Millionen Euro (Q1 2019: –3,0 Millionen Euro). Zum 30. April verfügte das Unternehmen noch über liquide Mittel in Höhe von 9,1 Millionen Euro.

Übrigens: Die Insolvenz der Kids Fashion Group (KFG) hat Auswirkungen auch auf Windeln.de. Denn man plante, das Zentrallager an die KFG auszulagern. Inzwischen wurde der Vertrag mit dem bestehenden Dienstleister für das Zentrallager in Deutschland aufgrund der Insolvenz der KFG – als ursprünglich geplanten zukünftigen Dienstleister – verlängert.

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