Herr Babenhauserheide, Sie sind an der Vorbereitung der digitalen EK Fun beteiligt. Welche Resonanzen erhalten Sie dazu von Herstellern und welche von Einkäufern?

AB: Das Feedback aller Beteiligten ist durchweg positiv. Kein Wunder, die Vorteile einer digitalen Messe liegen für beide Seiten klar auf der Hand: Große Chancen bei geringem Aufwand!

Insgesamt erwarten wir über 100 A-Marken und Erstaussteller sowie rund 1.000 Fachbesucher an beiden Messetagen. Zusätzlich haben wir zahlreiche Dienstleister dabei, bei denen der Servicegedanke ganz weit oben steht. 

Unsere Handelspartner wissen natürlich die 24/7-Ordermöglichkeit zu schätzen. Bei unseren Industriepartnern können sie ausgewählte ZR-Artikel ordern und darüber hinaus auf attraktive Aktionsangebote aus dem EK Lager zugreifen. Dabei profitieren sie selbstverständlich von gewohnt starken Konditionen und Valuten bis Ende November. Ein echtes Highlight ist unsere Echtzeit-Live-Chat-Funktion, mit der sämtliche digitalen Messestände ausgestattet sind. Damit kommt wirklich so etwas wie echtes Messefeeling auf, mit vielen guten Gesprächen. Das hat sich auch schon auf unserer Frühjahrsmesse im Januar gezeigt. Ein weiteres Highlight wird unsere bekannte Erleb-Bar-Fläche mit Live-Produktvorführungen sein, die wir in diesem Jahr erstmals virtuell präsentieren und die auch online ein Erlebnis sein wird. 

Wie viele Aussteller machen aus den Bereichen Baby bzw. Spielwaren mit? Und wie haben sich die Ausstellerzahlen im Vergleich zur letzten EK Fun vor Ort entwickelt? 

AB: Insgesamt kann man sagen, dass wir uns im Babybereich besonders stark weiterentwickeln. Das zeigt sich auch bei unseren Ausstellern. Mit dabei sind die Top-Lieferanten aus der rollenden Ware, zum Beispiel ABC Design, Gesslein, Mast Swiss Design, Mutsy, Thule, UppaBaby und Valco. Auch die Autositzspezialisten lassen sich unsere Messe nicht entgehen. Hier freuen wir uns, Avova, Osann und ganz neu bei der EK angeschlossen die Firma Axkid begrüßen zu dürfen. Dazu gibt es auch diesmal wieder eine Reihe interessanter Erstaussteller, etwa die Lieferanten BabyBay, Baby Dorm, Geuther, Fehn, Kindsgut, Kokolio, Storchenwiege, Sandy, Wunderle, Reer,sowie Müller & Herber.

Gab es Neuanmeldungen oder Wiederkehrer einst nicht mehr teilnehmender Aussteller in 2021?

AB: Von den A-Marken sind eigentlich fast alle wieder mit dabei. Auf neue Aussteller legen wir bei EK traditionell großen Wert. Schließlich möchten wir unsere Handelspartner immer wieder neu inspirieren. Auch diesmal haben wir rund 20 neue Aussteller mit an Bord, darunter auch einige ganz neue EK-Lieferanten. 

Was sind die Hauptargumente von Industriepartnern, wenn sie sich gegen eine Teilnahme entschieden haben? Und können Sie diese teilen?

AB: Eigentlich gibt es aus unserer Sicht keine wirklichen Gründe, die gegen eine Teilnahme als Aussteller sprechen. Die Ausstellergebühr beträgt bei uns gerade mal 225 Euro. Gemessen an den Möglichkeiten, die sich dem Aussteller bieten, ist dieser Betrag eigentlich nicht der Rede wert. Allerdings ist es in vielen Fällen wohl auch so, dass die Kapazitäten auf Ausstellerseite für eine Teilnahme schlichtweg nicht ausreichen und der Messestand nicht mit ausreichend Inhalt gefüllt werden kann, auch wenn wir uns nach Kräften bemühen, hier und da zu unterstützen. 

Welche Chancen sehen Sie in einer Teilnahme an der EK Fun – sowohl auf Seiten der Händler wie der Industrie?

AB: Für beide Seiten stehen eindeutig der gegenseitige Austausch und der Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen im Fokus. Menschen treffen und Kontakte knüpfen, das ist einer der Hauptgründe, weshalb man überhaupt an einer Messe teilnimmt. Und diesem Wunsch können wir mit unserer EK Fun, vor allem auch durch die Video-Chat-Funktion, zu 100 Prozent gerecht werden,

Für unsere Handelspartner sind natürlich attraktive Angebote seitens der Lieferanten und der EK besonders wichtig. Pünktlich zur Messe erscheint deshalb unser Baby-Lagerkatalog, in dem der Händler neben tollen Markensortimenten unserer Lieferanten auch unser deutlich weiterentwickeltes Eigenmarkenprogramm Babyworld findet.

Kiddies 2021: Nicht nur bei HappyBaby-Partnern als Kundenpräsent erhältlich, sondern auch am Kiosk in ganz Deutschland.

Darüber hinaus hat der Händler auf dieser Messe die Möglichkeit, sich detailliert über unser HappyBaby-Konzept mit seinen umfangreichen digitalen Leistungen zu informieren. Hier lohnt sich besonders der Blick auf unsere Website www.happybaby.de, die als „Content Hub“ für sämtliche Inhalte dient, die auf den Social-Media-Kanälen der Händler oder innerhalb unserer Digital-Signage-Lösung am POS ausgespielt werden.

Eine ganz wichtige Rolle spielt dabei auch unser jährlich erscheinendes „kiddies“-Magazin, das sowohl als Printpublikation als auch als digitale Variante verfügbar ist. 

Wo sehen Sie den Schwerpunkt der EK Fun? Ist das mehr ein „Flagge zeigen“? Ein Anlass zu einem zeitlich einmal wieder konzentrierten Austausch? Oder erwarten Sie im Kern konkreten Ordertätigkeiten?

AB: Natürlich ist es uns auch wichtig, Flagge zu zeigen. Aber unsere Handelspartner erwarten von uns weitaus mehr als bloße Lippenbekenntnisse, gerade in der aktuell schwierigen Zeit. Mehr denn je, sind wir jetzt als Impulsgeber gefragt. Wir müssen im wahrsten Sinn des Wortes liefern, seien es attraktive Sortimente, digitale Leistungen oder Know-how. 

Auch das Konzept HappyBaby ist auf der EK Fun vertreten
Auch das Konzept HappyBaby ist auf der EK Fun vertreten

Deshalb haben wir auch schon im Januar unsere Frühjahrsmesse rein digital ausgerichtet und nicht, wie andernorts vielfach praktiziert, einfach abgesagt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das hat uns sehr viel positives Feedback eingebracht, von unseren Handelspartnern genauso wie von unseren Lieferanten. Vor allem konnten wir dadurch gleich zwei Dinge zeigen, zum einen, wie stark unser Leistungsportfolio ist und zum anderen, welches Potential in digitalen Messeformaten steckt.

Wir sind davon überzeugt, dass Digital aus dem Messegeschehen nicht mehr wegzudenken ist. Von uns aus darf es in hoffentlich nicht mehr allzu ferner Zukunft gern hybrid sein, mit einem ausgewogenen Mix aus Online und Offline, denn der unmittelbare persönliche Kontakt ist durch keine Technologie der Welt, und sei sie noch so raffiniert, zu ersetzen.

Und abschließend: Welchen Programmpunkt sollten möglichen Teilnehmer der EK Fun auf keinen Fall verpassen?

AB: Da es bei unserer EK Fun um den gesamten Family-Bereich geht, lohnt sich natürlich vor allem der Blick auf das Gesamtangebot. Das Thema Cross-Selling ist für uns als Mehrbranchenverbund ein ganz wichtiges Thema. Und speziell im der Family-Welt gibt es dafür vielfältige Möglichkeiten. Grundsätzlich kann man sagen, dass unsere Händler bei uns genau das bekommen, was sie brauchen. Von erstklassigen Sortimenten bis hin zu starken Präsentationen und inspirierenden Diskussionen am Bildschirm ist alles dabei, inklusive Serviceleistungen, Events und natürlich attraktiven Messe-Sonderkonditionen. Und diese nicht nur von der EK selbst, sondern auch von unseren gut 100 Ausstellern aus den Bereichen Spielwaren, Babyartikel und Schreibwaren.

Auf gar keinen Fall verpassen sollte man unsere digitale Messeparty, für die wir extra eine Live-Band engagiert haben. Dabei ist es auch möglich, mit anderen Partygästen zu chatten und zu netzwerken. Wenn der eigene Kühlschrank dann auch noch die passenden Getränke hergibt, hat man im Prinzip auch schon alles, was eine „echte“ Messeparty braucht. 

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Als Chefredakteur hat Martin Paff die Branchenmagazine "Childhood Business" und "Childhood Shoes" gegründet. Die Zeitschriften bieten eine Plattform, um die Akteure und Experten im Bereich der Kindermode, Kinderschuhe sowie Erstausstattung miteinander zu vernetzen, relevante Themen aufzubereiten und diese attraktiv zu vermitteln. Als Vater eines Sohnes kennt er viele Aspekte aus eigener Anschauung.